Großalsleben l Für die meisten Menschen dürfte diese Meldung nicht überraschend kommen: Die offizielle Einweihung des neuen Spielplatzes von Großalsleben ist abgesagt. Das bunte Treiben mit Ostereiersuche am Ostersonnabend kann aus bekannten Gründen nicht stattfinden, ist auf ungewisse Zeit verschoben.

Das Areal in der Lindenstraße von Großalsleben lädt schon seit einigen Monaten zum Toben und Spielen ein. Bis auf eine Spielwand für die jüngsten Spielplatz-Besucher, die bereits geliefert, aber noch nicht aufgebaut ist, laden die verschiedensten Geräte ein, auf dem weitläufigen Areal die Freizeit zu verbringen.

In Großalsleben ist nicht einfach nur ein Spielplatz entstanden. Annika Rhein, Stadträtin und engagierte Mutti, die gemeinsam mit Beatrice Schemmel und Stephan Geßner eine große Aktie an der Neugestaltung des Spielplatzes hat, spricht von einem Generationenpark.

Insgesamt standen 80.000 Euro für die Neugestaltung des Großalsleber Spielplatzes zur Verfügung. 60.000 Euro kamen aus der Leader-Förderung, 20.000 Euro schoss die Stadt Gröningen aus ihrem Haushalt für den Ortsteil dazu.

Als feststand, mit welcher Summe der Großalsleber Spielplatz umgestaltet werden kann, machten sich die drei genannten Akteure einen Kopf, wie ein Areal gestaltet werden könnte, auf dem gleich mehrere Generationen auf ihre Kosten kommen. Ein Generationenpark ist entstanden. Zum erarbeiteten Konzept gehörte, vorhandene Spielgeräte in Stand zu setzen, neue Geräte wie eine Hangrutsche, eine Seilbahn, ein Klangspiel, ein Seniorensportgerät, ein Schachspiel und Sitzbänke anzuschaffen.

Bereits Ende 2017 wurden die nicht zu „rettenden“ Spielgeräte des alten Spielplatzes von Großalsleben abgebaut. Dass die Bürger der Kleinstadt schlussendlich 2018 komplett ohne Spielplatz da standen, hat etwas mit den mehrfach gescheiterten Ausschreibungen zu tun. Erst 2019 konnte mit der Umgestaltung begonnen werden.

Entstanden ist tatsächlich ein Platz, auf dem sich Jung und Alt gemeinsam tummeln können, Mama und Papa, Oma und Opa sich sportlich betätigen oder dem Schachspiel frönen, während der Nachwuchs schaukelt, die Hangrutsche hinunter jagt oder eine Sandburg nach der anderen baut.

Doch so schön der entstandene Spielplatz auch ist und gerade in diesem Tagen bei diesem schönen Frühlingswetter zum Toben und Spielen einlädt: Das Leben mit Corona erfordert besondere Maßnahmen: Der Krisenstab „Corona“ des Landkreises Börde, bestehend aus Landrat und Führungskräften der Verwaltung und des Gesundheitsamtes, hat weitere Maßnahmen, die die Ausbreitung der Corona-Pandemie verlangsamen soll, getroffen.

Landrat Martin Stichnoth: „ Vermeiden Sie Menschenansammlungen. Zum Beispiel Kinder, die sich zum Spielen auf dem Spielplatz treffen, können das Virus schnell weiterverbreiten. Und genau das muss vermieden werden.“ Die Menschen sollten ein individuelles Risikogefühl entwickeln, wie sie es auch bei einer herkömmlichen Grippen tun würden.

Von besonderen Maßnahmen, die diese besonderen Zeiten erfordern, spricht auch Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz: „Wir haben am Montagmorgen unsere Dienstberatung nach draußen an die frische Luft verlegt.“