Unfall auf der B246: Feuerwehr muss eingeklemmte Insassen mit Rettungsgerät aus Pkw befreien

Drei junge Wanzleber bei Unfall schwer verletzt

Stadt Frankfurt (skr). Bei einem Unfall mit einem alleinbeteiligten Pkw gestern Morgen auf der B246 in Höhe Stadt Frankfurt sind drei junge Insassen des Opel Corsas schwer verletzt worden. Die drei Wanzleber im Alter von 16, 18 und 21 Jahren wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, die beiden älteren nach Neindorf, der jüngste Insasse, der schwer verletzte 16-jährige Beifahrer musste sofort nach Magdeburg in die Uniklinik gefahren werden.

Der Unfall war der Polizei gegen 6.30 Uhr gemeldet worden. Gegen 6.50 Uhr erhielt die Wanzleber Feuerwehr die Unfallmeldung. 20 Kameraden rückten mit fünf Fahrzeugen aus. Der Notarzt kam mit dem Hubschrauber zur Unfallstelle geflogen.

Der auf den Rücksitzen eingeklemmte Heranwachsende, den die Feuerwehrmänner mit einem Rettungsgerät aus dem Pkw befreien mussten, hätte laut Wanzlebens Feuerwehrsprecher Sven Nevermann bereits erste Anzeichen für eine Unterkühlung gezeigt.

Die Wanzleber waren auf der Bundesstraße in Richtung Oschersleben unterwegs. Kurz vor der Ortschaft Stadt Frankfurt war das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume geprallt. Hier kam der Pkw zum Stehen.

Einer der Insassen hätte sich laut Angaben der Wanzleber Wehr noch aus eigener Kraft aus dem Pkw befreien können. "In dem weinroten Opel Corsa befanden sich mehrere Personen. Gegenwärtig wird ermittelt, wie viele sich vor dem Unfall tatsächlich im Fahrzeug befanden. Der Verdacht, dass eine weitere und damit vierte Person noch mit im Auto saß, steht derzeit im Raum. Denn keiner der Befragten will der Fahrer gewesen sein", sagte gestern Polizeisprecher Joachim Albrecht.

Die Kripo untersuchte das Fahrzeug und sicherte Spuren. Dabei kam auch ein Rauschgifthund zum Einsatz. In dem Corsa wurden Betäubungsmittel aufgefunden, welche Art muss allerdings noch geprüft werden. Ob die Verletzten alkoholisiert waren oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen, ist unklar und muss per Blutanalyse geprüft werden. "Genaueres können wir deshalb dazu noch nicht sagen. Eine Blutentnahme wurde vor Ort veranlasst", sagte Albrecht.

Die Bundesstraße musste an dem Unfallort für zirka zwei Stunden voll gesperrt werden. Der Opel wurde sichergestellt. Die Ermittlungen hierzu dauern gegenwärtig an.

Außerdem ermittelt die Polizei nach dem Unfall auch in welchem Zusammenhang das Fahrzeug sowie die Insassen zu einem am Montagabend in Oschersleben begangenen Tankbetrug stehen. Denn ein Fahrzeugführer eines Opel Corsa hatte gegen 23.30 Uhr das Tankstellengelände in der Anderslebener Straße verlassen, ohne den Betrag zu bezahlen. Wie hoch der hier geprellte Tank-Betrag ist, konnte die Polizei gestern nicht sagen. Nur, dass der rote Opel in Richtung Innenstadt flüchtete. Die Fahndung nach dem Corsa wurde daraufhin eingeleitet. Das gesuchte Fahrzeug war, wie sich gestern Früh dann herausstellte, das verunglückte Unfallauto nahe Stadt Frankfurt.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen und fragt: Wer hat den Unfall möglicherweise beobachtet? Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.