Naturschutz

Eine Blumenesche als Symbol für Naturschutz im Garten in Warsleben

Eine Blumenesche wird künftig den Spielplatz in Warsleben zieren. Der attraktive Schattenspender wurde am 30. Juni 2021 symbolisch gepflanzt. Die eigentliche Pflanzaktion wird im Herbst an Ort und Stelle nachgeholt.

Von Yvonne Heyer 02.07.2021, 08:46 • Aktualisiert: 02.07.2021, 09:54
Christian Antz, Dietmar Schmidt, Urte Ohnesorge, Zdenek Nekvla, Renata Ravlincova, Ivana Wagnbrova, Christa Ringkamp und Landrat Martin Stichnoth pflanzen symbolisch die Blumenesche.
Christian Antz, Dietmar Schmidt, Urte Ohnesorge, Zdenek Nekvla, Renata Ravlincova, Ivana Wagnbrova, Christa Ringkamp und Landrat Martin Stichnoth pflanzen symbolisch die Blumenesche. Foto: Yvonne Heyer

Warsleben - Das ist eben Natur: Im strömenden Regen versammelten sich am 30. Juni 2021 und damit am internationalen „Natur im Garten“-Tag Naturfreunde, Bürger, Landrat und Gemeinderäte aus Warsleben, um eine Blumenesche zu pflanzen. Das Pflanzen selbst fand symbolisch statt, denn die Baumschule konnte den Baum zum gewünschten Zeitraum nicht liefern. Das Pflanzen werde im Oktober nachgeholt. Ganz im Sinne des Natur- und Umweltschutzes wollen die Menschen, die sich am „Natur im Garten“-Tag in Warsleben versammelt haben, dann eben noch einmal kommen. Die Warsleber, die sich dank der Initiative des im vergangenen Jahr gegründeten „Grünen Stammtisches“ für eine Blumenesche entschieden haben, dürfen sich mit der Blumenesche auf einen ganz besonders schönen Baum freuen. Die Blumenesche blüht von April bis Juni. Die Blüten sind cremeweiß, in Form von federleichten Rispen. Diese duften leicht. Die Pollen sind eine wertvolle Nahrung für Bienen und andere Insekten. Aus Astwunden könne ein süßer, weißer Saft gewonnen werden. Darüber weiß Auslebens Bürgermeister Dietmar Schmidt zu berichten, dass besagter Saft gut als Abführmittel geeignet sei. Im Herbst färbt sich das Laub der Blumenesche goldgelb. Die Warsleber bekommen auf ihrem Spielplatz einen attraktiven Schattenspender.

Europaweit rühren Naturfreunde am 30. Juni, am internationalen „Natur im Garten“-Tag, die Werbetrommel für Naturgärten. Denn, wer den Garten nach den Kriterien von „Natur im Garten“ pflege, der betreibe aktiven Umweltschutz. Die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen fördere die Artenvielfalt und verbessere die Ökobilanz.Davon haben sich im Landkreis Börde, in der Gemeinde Hohe Börde und auch in der Gemeinde Westliche Börde viele Hobbygärtner leiten lassen und ihre grünen Oasen umgestaltet. Und so sind inzwischen im gesamten Landkreis Börde zahlreiche „Natur im Garten“-Tag-Plaketten zu finden.

Europaweit wurden am 30. Juni vielerorts Bäume gepflanzt. Eben weil in der heutigen Zeit Bäume für Klimawandelanpassung und Biodiversität eine ganz besonders wichtige Rolle spielen.

Seit dem Jahr 2012 setzt sich die „European Garden Association – Natur im Garten international“ für die Ökologisierung der Gärten und Grünräume ein. Rund 21 000 Natur-im-Garten-Plaketten zieren aktuell in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Lichtenstein, Italien, Tschechien und der Slowakei die Gartenzäune.

An der symbolischen Baumpflanzaktion nahmen als Gäste Christian Antz, „Vater“ des Tourismusprojekts „Gartenträume Sachsen-Anhalt“, Christa Ringkamp, Präsidentin European Garden Association, Landrat Martin Stichnoth und eine „Natur im Garten“-Delegation aus Tschechien teil.

Trotz des Regens haben sich zahlreiche Gäste zur symbolischen Baumpflanzaktion eingefunden.
Trotz des Regens haben sich zahlreiche Gäste zur symbolischen Baumpflanzaktion eingefunden.
Foto: Yvonne Heyer
Christian Antz (r.), er gilt als Vater der Gartenträume Sachsen-Anhalts, freute sich über die Pflanzaktion.
Christian Antz (r.), er gilt als Vater der Gartenträume Sachsen-Anhalts, freute sich über die Pflanzaktion.
Foto: Yvonne Heyer