Autor des Buches "Beweg Deinen Arsch" gibt Schülern in der Turnhalle Motivationsseminar

Erfolgstrainer zeigt rund 400 Gymnasiasten den richtigen Weg auf die "Überholspur"

Von Sabrina Trieger

Frank Wilde, bekannter Mentaltrainer der deutschen Sport- und Wirtschaftselite, hat gestern 400 Schüler des Wanzleber Börde- und des Oschersleber Gymnasiums einen Motivationskurs gegeben. Die Schüler zeigten sich angesichts der offenen und wirksamen Worte begeistert.

Wanzleben l Dicht auf der Tribüne und Stühlen gedrängt, sitzen die Schüler der 9. bis 12. Klassen in der Sporthalle des Wanzleber Börde-Gymnasiums. Ganz vorn steht Motivationstrainer Frank Wilde, ein Projektor wirft den Satz "Zwischen aufwachen und aufstehen können Jahre vergehen" an die Turnhallenwand. Der Hamburger findet sofort die richtigen Worte, einfach, nachvollziehbar und mit hohem Unterhaltungswert. Der Erfolgstrainer hat normalerweise Manager und Spitzensportler vor sich, die für so ein "Beweg-Deinen-Arsch"-Seminar als Einzelperson laut Internet-Preisliste schonmal bis zu 400 Euro hinblättern müssen.

Doch in diesem Fall bietet er seine Leistungen als Coach kostenlos an. Er will etwas zurückgeben von dem, was er von der Gesellschaft erhalten habe, sagt er. Die Schüler sind ein dankbares Publikum für seine markigen Sprüche. Sein Buchtitel "Beweg Deinen Arsch", spricht Bände. Der Hamburger verfügt über eine wachrüttelnde Sprache, die oft auch nötig ist, denn "die meisten Menschen wissen gar nicht, was sie wollen", sagt er. Bei ihm geht es darum, in die Gänge zu kommen und die Dinge aktiv anzugehen. Seine Ansage an die Schüler: "Ihr müsst ein Ziel haben und was für Euren Erfolg tun - Tag und Nacht". Die Wanzleber und Oschersleber Schüler zeigen sich begeistert, stürmen gleich nach dem 90-Minuten-Vortrag zum Tisch des "Motivators" und lassen sich von ihm Autogramme auf seine für die Schüler kostenfreie Hörbuch-CD mit Texten wie "Bronzemedaille ist Scheiße - Du brauchst Gold" geben. Frank Wilde hat es sich offensichtlich zur Lebensaufgabe gemacht, die "Nullbock-Generation" in die Wüste zu schicken. Nach Wanzleben hat ihn die lokale Ethiklehrerin Marion Bauer geholt. Sie war bei einer Veranstaltung in Halberstadt im April vergangenen Jahres auf den Mentaltrainer aufmerksam geworden. "Den müssten wir auch bei uns im Wanzleber Börde-Gymnaisum haben", sagte sie sich und schrieb ihm im Oktober einen Brief, ob er nicht den Schülern einen Motivationskurs geben könne. Nur vier Wochen später erhielt die Lehrerin von Wilde eine Zusage. Die Schüler werden wohl noch längere Zeit über den Auftritt des Autoren sprechen, allerdings nicht nur auf dem Pausenhof, sondern auch im Unterricht, kündigte Bauer an.