Oschersleben l Mit Workshops, Spiel- und Bewegungsangeboten, Ausstellungen und zahlreichen Ständen wurde Schülern wie Gästen ein abwechslungsreiches Programm geboten. „Seit mehr als 25 Jahren begehen wir den Europatag nun schon. Der Titel ‚Europaschule‘ wurde bereits zur Einweihung im Jahr 1997 verliehen“, erklärte Lehrerin Kerstin Meyer.

Seit 1997 Europaschule

Klar, dass das Angebot des besonderen Tages in der Schule auch die Vielfalt Europas widerspiegeln sollte, ohne natürlich den Bildungsgedanken aus den Augen zu verlieren. So war beispielsweise der Trommelkurs von Heike Ritzrow gut besucht. „Nicht nur zur Aggressionsbewältigung dient dieses Angebot, sondern auch zur Zusammenführung“, erklärte die Kursleiterin. Denn die Teilnehmer sind „mehr als Europa“, kommen also nicht nur aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, sondern auch aus Syrien oder dem Irak.

Noch mehr Bewegung gab es im Tanzkurs von Nico Hilger. Hier studierten sowohl weibliche als auch männliche Jugendliche bestimmte Bewegungsabläufe ein. Aber auch über große Namen wie Apple-Gründer Steve Jobs wurde fabuliert. „Menschen mit Visionen“ waren also das Thema.

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Wer mit Bewegung nichts am Hut hatte, konnte beispielsweise an der sogenannten Europa-Rallye teilnehmen oder am Europa-Quiz. Die Suche dorthin führte über Flure und Treppen. An einem Türrahmen lehnte Philipp Rauch, der hilfsbereit den Weg wies. Auch er habe an dem Quiz, das in diesem Jahr die Länder Italien, Frankreich und Rumänien in den Mittelpunkt rückte, teilgenommen. „Dieser Tag ist sehr interessant, nicht nur weil wir keinen Unterricht haben“, sagte der aufgeschlossene Schüler und fügte hinzu: „Mit Migration weiß ich weniger anzufangen, aber das Thema Europa nehme ich gerne mit.“

Ausstellung über Flucht und Asyl

Laut Kerstin Meier haben sich in diesem Jahr 443 Schüler und Auszubildende aus 25 Klassen aller Lehrjahre am Europatag beteiligt. „Den Termin legen wir jedes Jahr so, dass auch das 1. Lehrjahr anwesend ist.“ Neben europabezogenen Projekten gab es aber auch andere Angebote. Die Verkehrswacht nahm sich beispielsweise des Themas Verkehrssicherheit an. Aber auch die Bundeswehr und die Feuerwehr waren mit Technik vor Ort. Zudem informierte ein Stand zum Drogenmissbrauch und ein anderer zu Gewaltprävention.

Gemeinsam mit der Initiative „Pro Asyl“ wurden ferner eine Ausstellung zum Thema „Flucht und Asyl“ und das Austauschprojekt „Erasmus+“ vorgestellt. Im Rahmen dieses von der EU aus der Taufe gehobenen Angebotes ging es für die Schüler bereits in die Länder Italien, Frankreich, Rumänien und Schweden.

37 Typisierungen zur Stammzellenspende

Außerdem hatte die Schulleitung dazu aufgerufen, sich für die Deutsche Stammzellspenderdatei typisieren zu lassen. Am Ende des Tages hatten sich 51 Schüler zur Blutspende registriert, davon 41 Erstspender. Außerdem wurden 37 Typisierungen zur Stammzellenspende vorgenommen. Eine Stammzellenspende ist für Betroffene oftmals der einzige Weg, den Blutkrebs zu besiegen.

Aktuell besuchen 1116 Schüler in 59 Klassen die Europaschule in Oschersleben. Neben Vollzeitklassen werden aber auch die duale Ausbildung angeboten sowie Migrationsklassen.