Oschersleben l Große Aufregung herrschte am Montagnachmittag (17. August) im äußeren Stadtzentrum von Oschersleben (Landkreis Börde). Grund dafür war ein Brand in der Unteren Mauerstraße. Hier brannte der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses. Um 16.51 Uhr hatte die Rettungsleitstelle des Landkreises Börde Alarm für die Feuerwehr Oschersleben geschlagen. „Wir wurden mit dem Stichwort 'Dachstuhlbrand' alarmiert“, erläutert der Pressesprecher der Feuerwehr Oschersleben, Andreas Ehrhardt, den Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Dachgebälk. Die Befürchtung, dass sich noch Personen im Gebäude befinden könnten, bestätigte sich glücklicherweise nicht. „So konnten wir uns vollumfänglich auf die Brandbekämpfung konzentrieren“, erklärt der Pressesprecher das Vorgehen der Einsatzkräfte.

Demnach sei ein Trupp unter Atemschutz in das Dachgeschoss vorgedrungen, um dort die Flammen zu bekämpfen, ein zweiter Trupp löschte den Brand von außen über die Drehleiter. Währendessen erhöhte der Einsatzleiter aufgrund der engen Bebauung an der Bode auf die 2. Alarmstufe, sodass die Feuerwehren aus Hordorf und Hornhausen nachgefordert wurden. Aufgrund der hohen Wärmebelastung durch die Außentemperaturen, sowie den kräftezehrenden Einsatz unter Atemschutz, wurde versucht, die Einsatzkräfte so oft wie möglich auszutauschen. „Trotzdem mussten zwei unserer Einsatzkräfte aufgrund von Kreisproblemen durch den Rettungsdienst behandelt und anschließend in das Klinikum Neindorf gebracht werden“, schildert Ehrhardt den weiteren Einsatzverlauf. Die ehrenamtlichen Kräfte konnten noch am gleichen Abend die Klinik wieder verlassen. Gegen 20 Uhr konnte der Einsatz vorerst beendet werden, nachdem die Nachlöscharbeiten Wirkung zeigten.

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Gegen 20.30 Uhr meldete sich erneut die Rettungsleitstelle bei der Feuerwehr und beorderte diese zur gleichen Einsatzstelle. „Anwohner hatten Rauch bemerkt und vorsichtshalber Alarm geschlagen.“ Nochmals wurde der ausgebrannte Dachstuhl mittels einer Wärmebildkamera abgesucht. „Wir haben dann nochmal wieder aufgeflammte Glutnester abgelöscht.“ Gegen 21.30 Uhr konnte der Einsatz diesmal endgültig beendet werden. Im Einsatz waren neben 40 Einsatzkräften der Feuerwehren Oschersleben, Hordorf und Hornhausen auch Kräfte von Landespolizei und Rettungsdienst. „Ein ganz besonderer Dank gilt übrigens dem Marktkauf. Die Mitarbeiter haben unsere Kameraden und Kameradinnen mit Getränken versorgt“, so Ehrhardt.

Wie hoch der Sachschaden bei dem Brand ausgefallen ist, kann die Polizei unterdessen nicht sagen. Dafür scheint aber die mutmaßliche Brandursache festzustehen. „Aktuell gehen wir von einem technischem Defekt aus“, erklärt Polizeisprecher Mathias Lütkemüller. Demnach sei eine Verteilerdose gefunden worden, die für den Brand ursächlich sein könnte. „An dieser waren augenscheinlich viel zu viele Abnehmer angeschlossen. Ein Kurzschluss war dann wohl die Folge“, so der Polizeisprecher.