Hadmersleben l Zum Glück handelt es sich beim genannten Geschehen nur um eine Einsatzübung, bei der das Evakuieren von Menschen eine große Rolle spielt, aber auch das Zusammenspiel verschiedener örtlicher Feuerwehren sowie das gemeinsame Agieren der Einsatzleitung geübt werden soll. Schließlich macht nur Übung den Meister und im Fall eines wirklichen Notfalls muss jeder Handgriff sitzen, muss das Zusammenspiel mit dem Zeitdruck im Nacken klappen.

Mit 13 vermissten Kindern handelt es sich um einen Einsatz der Stufe 2 mit einem Massenanfall von Verletzten. Ausgedacht hat sich das Szenario im Übrigen Oscherslebens Ortswehrleiter Carsten Loof. Mit den Ortswehren Hadmersleben, Alikendorf, Klein Oschersleben, Groß Germersleben, Oschersleben, Ampfurth, Hordorf und Beckendorf sind also acht Wehren mit 75 Einsatzkräften zum Ort des Geschehens entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung ausgerückt. Hinzu kommen die Retter der Malteser, die sich um die Verletzten kümmern. Die Einsatzkräfte werden in vier Gruppen eingeteilt: Brandbekämpfung, Menschenrettung, Betreuung und Löschwasserversorgung.

Allein 25 Atemschutzgeräteträger stellen während der Einsatzübung das erlernte Können unter Beweis. Schließlich wird in die Übung eingebaut, dass es zu einem Atemschutznotfall kommt, dass Sicherungstrupps den Verletzten bergen müssen. Zu diesem Notfall kam es, als der Brand auf die oberen Geschosse der Hadmersleber Internatsschule, die sich ja bekanntlich in den alt ehrwürdigen Mauern des Klosters befindet, übergreift.

Während der Übung sind auch die Schulleiter Astrid von Smuda und Frank Melsbach vor Ort. Sie berichten, dass einmal im Jahr im Bereich der Schule und einmal im Jahr in den Internatsräumen eine Übung, nach Möglichkeit im Beisein der Feuerwehr, organisiert und für den Fall des Notfalles trainiert wird.