Badeleben l Hunderte Strohballen brannten seit Montagabend an der Landstraße 106 zwischen Badeleben und Üplingen im Landkreis Börde. Sechs freiwillige Feuerwehren aus Badeleben, Völpke, Eilsleben, Ummendorf, Sommersdorf und Ausleben waren im Einsatz. 66 Kameraden waren mit 13 Fahrzeugen ausgerückt. Bei ihrem Eintreffen brannte der Strohdiemen auf einer Länge von etwa 100 Metern in voller Ausdehnung, so dass die Einsatzkräfte nichts mehr retten konnten.

"Es bestand keine Gefahr für Mensch oder Tier. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, die brennenden Strohballen mit einem Radlader auseinanderzuziehen. Dann lassen wir alles kontrolliert abbrennen. Der starke Wind wird dies beschleunigen.", so Johannes Erben, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Obere-Aller.

Die L 106 war am Dienstagmorgen zunächst noch voll gesperrt. Inzwischen ist die Straße wieder frei. Für Autofahrer war die Sperrung der L 106 besonders ärgerlich, da die Landstraße derzeit als Umleitungsstrecke für die Bundesstraße 245 dient. Auch diese ist derzeit zwischen Badeleben und Völpke gesperrt - wegen Bauarbeiten.

Dennoch kam der Einsatz von Löschwasser oder Schaum für die Feuerwehr nicht in Frage, da weder vom Brand noch von der Rauchentwicklung eine Gefahr für die Bevölkerung ausging. „Wir mussten uns in diesem Fall die Frage stellen, ob ein Ablöschen der Strohballen noch Sinn macht, zumal dadurch die Ackerfläche mit kontaminierten Löschwasser belastet würde", so Erben.

Wie ein Mitarbeiter des betroffenen Betriebes sagte, wurden durch das Feuer 500 Strohballen vernichtet. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro. Die Polizei vermutet Brandstiftung.