Schermcke l Es war im August 2000, als der damalige Gemeinderat beschlossen hat, das Schermcker Gerätehaus zu sanieren. Was der heutige Wehrleiter Heiko Lindecke aus der Volksstimme-Ausgabe vom 7. August 2018 weiß, aus der er auch zitiert und danach feststellt: „Es sollten aber noch viele Jahre vergehen, bis wirklich etwas passiert.“

Denn erst im Jahr 2011, als Schermcke schon zur Stadt Oschersleben gehörte, ist das alte Gerätehaus angefasst und unter anderem eine neue Halle für die Fahrzeuge gebaut worden. Doch mussten die Schermcker Feuerwehrleute dann noch einmal etliche Jahre warten, bis auch sie selbst neue Räume bekommen haben. Ein Schulungsraum und ein Büro beispielsweise, wie auch eine neue Heizungsanlage, neue Sanitärräume nebst Duschen und neue Umkleideräume. „Die Sanitär- und Umkleideräume haben wir jetzt zudem getrennt für Männer und Frauen“, so der Wehrleiter: „Außerdem haben wir jetzt ein Notstromaggregat, mit dem wir im Ernstfall allen Dorfbewohnern helfen können. Beispielsweise würde im Katastrophenfall hier bei uns die Möglichkeit bestehen, Babynahrung oder was auch immer aufzuwärmen.“

Weitere 70.000 Euro werden investiert

Und weil es das alles nun bei der Schermcker Feuerwehr gibt, hält Heiko Lindecke auch diese Rede. Denn vor ihm sitzen knapp 100 Leute, die mit ihm gemeinsam die Inbetriebnahme des quasi neuen Gerätehauses feiern wollen. Das sind nicht nur seine 21 aktiven Feuerwehrmitstreiter und die 12 Mitglieder der Jugendwehr sowie die Mitglieder des Fördervereins und der Alters- und Ehrenabteilung, sondern das sind zudem Abordnungen aller anderen Ortswehren der Stadt Oschersleben, Vertreter des Feuerwehrverbandes und übergeordneter Feuerwehr-Leitungen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und nicht zuletzt auch etliche weitere Einwohner aus Schermcke.

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Sie alle hören dann in einer Rede von Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer, dass für diese Instandsetzung des Gerätehauses 375.000 Euro ausgegeben worden sind. Mit denen es jedoch noch nicht getan ist. „Im Haushaltsplan für das nächste Jahr sind noch einmal 70.000 Euro eingestellt, um das Umfeld des Gerätehauses und den alten Schlauchturm auf Vordermann zu bringen“, so der Bürgermeister.

Dem noch einige Redner folgen, die allesamt den Schermcker Feuerwehrleuten zum einen zum neuen Domizil gratulieren sowie zum anderen die Leistungen der Wehr wertschätzen. Und die im Anschluss gemeinsam mit allen anderen Teilnehmern dieser Festveranstaltung in einem gemütlichen Beisammensein von den Gastgebern versorgt werden.