Kosten zur Schadensbeseitigung können zu 100 Prozent vom Land übernommen werden

Flut hinterlässt auf Kreisstraßen Millionenschäden

Von Thomas Junk

Haldensleben. Risse, Absenkungen, zerstörte Gräben. Die Schäden, die das Hochwasser im Juni dieses Jahres angerichtet hat, sind enorm. Auch Kreisstraßen in der Börde sind durch die Wassermassen zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Betriebsausschuss Straßenbau und -unterhaltung wurde auf der jüngsten Sitzung eine Übersicht der Schäden präsentiert.

Besonders hart getroffen hat es die Kreisstraßen 1170, 1171 und 1176. Die Kosten für die Wiederherstellung werden auf rund 1,7 Millionen Euro geschätzt. Geld, das der Landkreis zu bis zu 100 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt erhalten kann.

Um das Geld gemäß der "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013" zu erhalten, muss der Kreis bis zum 15. September einen Maßnahmenplan beim Landesverwaltungsamt einreichen. In diesem Plan sind die Schäden und die geschätzten Kosten enthalten (siehe Infokasten). Die Bauarbeiten an den Kreisstraßen sollen dann in dem Zeitraum zwischen April und Oktober 2014 ausgeführt werden.

Im Betriebsausschuss fragte Wolfgang Zahn (SPD) nach, wie sicher es sei, dass die 100-Prozent-Förderung auch tatsächlich komme, schließlich gebe es ja einen enormen Investitionsbedarf beim Land. Die Vorsitzende des Betriebsausschusses, Isolde Prost, betonte, dass eine entsprechende Förderung grundsätzlich gelte. Sie sei deswegen "sehr optimistisch", dass dies dann auch geschehe.