Großalsleben/Gröningen l „Das Vorhaben ist in trockenen Tüchern“, erklärte Gröningens Bürgermeister Ernst Brunner (SPD) gegenüber der Volksstimme. So sei das Projekt nicht nur in die Prioritätenliste der Lokalen Aktionsgruppe Börde, in der die Westliche Börde und Oschersleben die Mitglieder sind, eingetragen worden, sondern die Liste bereits vom Landesverwaltungsamt bestätigt.

Damit sei auch die Forderung aus der Behörde gekommen, bis zum 1. März einen entsprechenden Förderantrag einzureichen. „Und das haben wir gemacht. Der Antrag ist fristgerecht gestellt worden und bei den entsprechenden Stellen eingegangen“, sagte Gröningens Rathauschef weiter.

50.000 Euro Kosten

Die Kosten für den Bau der Anlage für die Warmwasseraufbereitung sowie für die Einfriedung wurden auf rund 50.000 Euro veranschlagt. Rund 7200 Euro Eigenanteil müsste Gröningen aus eigener Tasche finanzieren. Doch auch Kroppenstedt beteiligt sich an den Investitionen und wird gut die Hälfte der Kosten übernehmen. „Die Positionen sind in die jeweiligen Jahresetats der beiden Städte eingestellt. Von uns aus könnte es so bald wie möglich losgehen“, freute sich Ernst Brunner. Er sieht den Förderantrag gut aufgestellt. „Ich hoffe, dass wir im Juni einen positiven Zuwendungsbescheid feiern können.“

Notwendig sind diese Arbeiten, weil der aktuelle Warmwasserbedarf im Freibad nicht gedeckt ist. Laut der Bauamtsleiterin der Verbandsgemeinde Westliche Börde, Ines Kühn, steht aktuell nur ein 50-Liter-Trinkwasserspeicher zur Verfügung. „Das ist einfach viel zu wenig“, sagte sie gegenüber der Volksstimme. Um den Bedarf zu decken, sei auch eine Aufbereitung über Gasthermen diskutiert worden. „Doch dann hätte eine Gasleitung verlegt werden müssen. Das wäre viel zu aufwendig geworden“, betonte Ines Kühn.

Baubeginn nach Saison möglich

Die Bauamtsleiterin legt unterdessen einen möglichen Fahrplan vor. Sollte der Antrag tatsächlich im Juni positiv beschieden werden, steht anschließend die Planungsphase an. „Ich rechne mit einem Baubeginn nach Beendigung der diesjährigen Sommersaison“, erklärte sie.

Geplant ist, per Solarmodulen das Wasser aufzubereiten und dieses dann über entsprechende Leitungen in die Duschen im Sanitärtrakt zu befördern. Im kommenden Jahr können die Wasserratten im Freibad dann duschen, und zwar ohne Angst haben zu müssen, dass das warme Wasser plötzlich versiegt.