Leben im Dorf

Früheres Gerätehaus der Feuerwehr von Dalldorf ist jetzt Treffpunkt des Ortes

Kathrin Seemann und Ellen Kopetschek kümmern sich in Dalldorf um das einstige Feuerwehrgerätehaus. Foto: Yvonne Heyer

Von Yvonne Heyer

Dalldof l Schon vor einigen Jahre wurde in Dalldorf die Ortsfeuerwehr aufgelöst. Damit hatte das einstige Gerätehaus auch keine Nutzung mehr. Doch die Dalldorfer Dorfgemeinschaft wollte nicht, dass das Gebäude verkauft wird. „Schließlich haben die Kameraden von einst hier selbst Hand angelegt und am Bau des Gerätehauses mitgewirkt. Zudem haben wir hier in Dalldorf anders als in anderen Orten auch kein Dorfgemeinschaftshaus. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass das Gerätehaus dem Dorf erhalten bleibt“, berichten Ellen Kopetschek und Kathrin Seemann. Bis vor kurzem hat sich auch Eva-Maria Dorn um die Belange des einstigen Gerätehauses gekümmert.

Natürlich gilt aktuell auch für das kleine Dalldorf, dass keine Veranstaltungen stattfinden dürfen. Aber vor der Pandemie fanden sich die Bürger zu verschiedenen Anlässen im oder rund um das Dorfgemeinschaftshaus „Zur Hütte“ zusammen. Die älteren Damen genießen einen Kaffeeplausch, die Herrschaften spielen hier Skat. Die Möblierung stammt im Übrigen zum Teil aus dem alten Gröninger Rathaus.

Das einstige Feuerwehrgerätehaus kann im Winter auch mal für einen Gottesdienst genutzt werden, wenn es in der kleinen Dorfkirche zu kalt ist. Für private Feiern stehe das Haus ebenso zur Verfügung.

Die Räumlichkeiten werden genutzt, wenn das Oster- Mai- oder Pfingstfeuer in der Nähe des Gebäudes lodert oder gar zum Straßenfest eingeladen wird. Besonders das Straßen- oder Sommerfest hatte sich zu einem beliebten Event gemausert. Gerade beim Organisieren der Feste bewährt sich die Dorfgemeinschaft. Helfer packen mit zu, im Vorfeld wird herumgefragt, wer einen Kuchen bäckt.

Inzwischen haben etliche Bürger die Idylle des kleinen Dorfes kennen- und schätzengelernt. Es gibt keinen Leerstand, alle Häuser sind belegt, werden saniert.