Wulferstedt l Die Einschränkungen der Corona-Pandemie trafen auch die Fußballer der SG Germania im beschaulichen Wulferstedt (Landkreis Börde). In kleinen Gruppen und ohne Körperkontakt durften Fußball-Vereine in Sachsen-Anhalt trainieren. Doch bloßes Lauftraining bereitet den wenigsten Fußballern Spaß - also wurde man kreativ in Wulferstedt.

Kurzerhand organisierte Germania-Kapitän Martin Ilsmann (31) sogenannte Bubble-Ball-Anzüge. Die transparenten und aufblasbaren "Luftpolster-Kugeln" in blau und orange konnten sich die Wulferstedter für eine Trainingseinheit über den Oberkörper ziehen und somit auf eine witzige Art und Weise den Corona-Beschränkungen trotzen.

Abstand halten und kein Körperkontakt

Abstand gewahrt, Körperkontakt unmöglich und gleichzeitg ein Gesichts-Masken-Ersatz: in Fünfer-Gruppen durften die Wulferstedter nach langer Zeit nun tatsächlich eine Runde kicken. Zwei gegen zwei auf ein Tor - ohne Schiedsrichter, doch Grätschen sind in den Bubble Balls eh nahezu unmöglich. Stattdessen konnte man den Gegenspieler einfach über den Haufen rennen. Was witzig klingt, war in Wirklichkeit noch viel amüsanter.

Bilder

Kaum rannte man siegessicher auf das Tor zu, kam eine andere "Blase" von der Seite und machte die Torchance mit einem gezielten Rempler zunichte. Zum Glück hatte jeder Spieler einen Airbag. Doch nicht nur der Fußball brachte die Germanen ins Schwitzen, auch die Sonne erhitzte die Bubble Balls. So sehr, dass die ein oder andere Pause zum "Lüften" nötig wurde.

Findet auch der Wulferstedter Spieler Robert Dreyer (30): "Es hat echt Spaß gemacht. Dieses Training war eine willkommene Abwechslung zu Fußball-Tennis und Lauftraining, aber auch unheimlich anstrengend."

Bubble-Soccer ist beliebt

Das Spiel Bubble-Fußball, oder auch Bubble-Soccer und Bumper Soccer genannt, gibt es tatsächlich und erfreute sich in den vergangenen Jahren einer steigenden Beliebtheit. Sogar Turniere werden gespielt.

Start der Saisonvorbereitung

Trainingsauftakt zur Vorbereitung auf die neue Saison unter dem neuen Wulferstedt-Trainer Patrick Horn war am 7. Juli. Ob auch er nochmal auf die lustigen Luftpolster-Bäller zurückgreifen wird? Wir werden sehen.