Wulferstedt l Wenn im Sommer das Grün und vor allem der Rasen sprießt, dann überall in der Verbandsgemeinde Westliche Börde. Die Mitarbeiter des Bauhofes können mit den Rasenmähern aber nicht überall gleichzeitig sein und so machen die Grünflächen mitunter den Eindruck, schlecht gepflegt zu sein. So jedenfalls sieht es das Wulferstedter Gemeinderatsmitglied Andreas Dippe. Er stieß in der Bauausschusssitzung am vergangenen Dienstag die Diskussion um die Grünflächenpflege an. „Gerade im Sommer wirken die Grünanlagen hier in Wulferstedt ungepflegt, einfach weil sie nicht gemäht sind. Der Bauhof allein kann die Arbeit nicht schaffen. Die Kapazitäten reichen nicht aus. Es sollte überlegt werden, einen Teil der Grünflächenpflege an eine Dienstleistungsfirma zu übergeben. Andere Kommunen halten es auch so“, erklärte der Wulferstedter Gemeinderat. Zugleich schlug Andreas Dippe vor, zu prüfen, was eine zusätzliche Stelle im Bauhof kosten würde, welche zusätzlichen Kosten andererseits die Vergabe der Grünflächenpflege von April bis September an eine externe Firma verursachen würde.

Angestellt, auch wenn nichts wächst

Ines Kühn, die als Leiterin der Bauverwaltung an der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Am Großen Bruch teilnahm, gab zu bedenken, dass eine zusätzliche Stelle im Bauhof bedeuten würde, dass die Person auch in der vegetationsarmen Zeit beschäftigt werden müsse.

Fremdvergabe nicht unbedingt teurer

Nach der Diskussion im Bauausschuss soll die Verwaltung nun prüfen, welche Grünflächen besonders groß und damit besonders zeitintensiv zu pflegen sind. Derartige Flächen kämen für eine externe Pflege infrage. Aktuell werde eine entsprechende Liste erstellt. Liegt diese vor, werde Verwaltungsmitarbeiter Daniel Böhl-mann Angebote einholen, um die Kosten für eine externe Grünflächenpflege einschätzen zu können. Im aktuellen Haushalt seien dafür keine Gelder eingestellt.

Die Stadt Oschersleben hat 2018 erstmals die Pflege von Grünflächen an externe Firmen vergeben. Ein Vertrag für zwei Jahre ist ausgelaufen, wird nun wiederum für zwei Jahre verlängert. Mit der externen Vergabe reagierte die Stadt auf weniger Personal im Bereich des Bauhofes.

Grünschnitt auf großen Flächen

Über die Fremdvergabe werden die Grünflächen in den Ortsteilen Emmeringen, Günthersdorf, Peseckendorf/ Neubau, Hadmersleben, Kleinalsleben, Alikendorf, Hordorf und Beckendorf sowie in Oschersleben im Bereich des Wohngebietes „Wasserrenne“ gemäht. Vereinbart ist mit dem Dienstleistungsunternehmen, einmal pro Monat den Grünschnitt vorzunehmen. Je nach Witterung, also wenn das Grün besonders intensiv sprießt, kann eine Zwischenmahd erfolgen.

Da die Stadt Oschersleben bei den Personalkosten und auch bei der Beschaffung entsprechender Technik für die Grünflächenpflege spare, sei die Fremdvergabe nicht unbedingt ein Zuschussgeschäft.