Sommerschenburg l Die Metallstreben mit noch fabrikneuem Schwarzglanz, rostfreie Verschraubungen und ein staublos hell strahlender Sandsteinsockel – wären diese auffallenden Indizien nicht, könnte man fast bezweifeln, dass es sich um eine rundum neue Umzäunung des Sommerschenburger Gneisenaudenkmals handelt. Der Zaun ist von den Füßen bis zu den umlaufenden Spitzen ein exaktes Abbild der alten Einfriedung – und er ist beinahe schneller errichtet worden, als die auftraggebende Gneisenaugesellschaft abrechnen konnte.

„Es ging alles verdammt flott“, sagte denn auch Vorsitzender Frank Bauer bei der Begehung am Sonnabend. „Der Gesamteindruck ist hervorragend, wir können heute mit Genuss anschauen, was die Gewerke hier in den Arbeitswochen seit September geschafft haben, und man sieht, dass das Areal enorm an Attraktivität gewonnen hat.“

Deutlichste Zeichen der Veränderung sind die Türen an der Front- und Rückseite. „Wir haben endlich die Möglichkeit, zuzuschließen, was vor allem im Winter ganz gut ist, damit das Gelände nicht als Spielwiese offensteht“, so Bauer. Seine Stellvertreterin Elke Wölfer ergänzt: „Die Tür vorn zur Statue hin bleibt während der Besichtigungs- und Führungssaison unverschlossen, aber hinten am Zugang zum Mausoleum schließen wir dauerhaft ab.“ Das neu gesetzte Zaun-Halbrund an der Rückseite werde nur bei begleiteten Führungen ins Mausoleum geöffnet.

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145000 Euro wurden investiert

„Optisch und materiell ist es absolut gelungen“, lobte Frank Bauer das Ergebnis, „das dürfte für die nächsten hundert Jahre halten.“ Zu verdanken hat die Gesellschaft die Wiederherrichtung der Zaunanlage der Stiftung Preußisches Kulturerbe. „Sie hat die kompletten Kosten in Höhe von 145 000 Euro getragen“, erklärte Bauer. „Ein Glücksfall für uns, denn es war die letzte Mittelfreigabe des alten Stiftungsvorstands – wer weiß, ob der neue Vorstand das genauso gehandhabt hätte.“

Neu sind zudem ein Steinkübel zwischen den Mörsern zu Füßen des Generalfeldmarschalls, der als Blumenablage dient, sowie auch die virtuelle Präsentation des Gneisenauvereins im Internet. „Unsere neue Webseite ist jetzt auch online“, verkündete Bauer.

Ein Problem sieht der Vorsitzende noch in den „größtenteils toten Ästen“, die von den umstehenden Bäumen über Zaun und Mausoleum abzustürzen drohen. „Da werden wir was tun müssen“, so Bauer. Nächster Schritt darüber hinaus sei, die historisch beschriebene Beleuchtung in Form von blauem Licht im Mausoleum zu installieren.

Neue Homepage: www.gneisenau-gesellschaft-sommerschenburg.de