Gutes und weniger Gutes im Wefensleber Jahr 2013, im Volksstimme-Interview beleuchtet von Ulla Krolop

Haus der Generationen ist kommunales Großprojekt

Von Ronny Schoof

Eine Schließung hier, eine Eröffnung dort und zwischendrin eine Neugestaltung fürs Dorf. Ulla Krolop, stellvertretende Bürgermeisterin von Wefensleben, im Volksstimme-Interview über hoffnungsfrohe und weniger erbauliche Veränderungen im Ort.

Volksstimme: Frau Krolop, 2013 war für Wefensleben ein wechselvolles Jahr, das sich schwerlich in Kategorien wie gut oder schlecht einordnen lässt. Stimmen Sie zu?

Ulla Krolop: Durchaus. Lässt man das Jahr Revue passieren, lässt sich darin Gutes und weniger Gutes für unser Dorf festhalten.

Volksstimme: Das weniger Gute dürfte die Schulschließung sein. Die Thematik hatte Sie rational und auch emotional sichtlich mitgenommen.

Ulla Krolop: Ich denke, wir alle in der Gemeinde haben mit großer Trauer im Sommer Abschied von unserer Grundschule nehmen müssen. Unsere Kleinen führt nun der Schulweg nach Harbke. Wie schön, dass unsere jüngsten Schüler auch weiterhin von dem engagierten Lehrerkollegium aus Wefensleben begleitet werden können, wie dies bereits seit Jahrzehnten im Heimatort der Fall war. Vielen Dank nochmals für die fortwährend sehr gute pädagogische Arbeit, die sowohl für Wissenszuwachs als auch zur Herausbildung von Sozialkompetenz führte. Und es stimmt, als Lehrerin, stellvertretende Bürgermeisterin und Mitglied des Verbandsgemeinderats sah ich mich gleich auf mehreren Ebenen mit diesem Thema konfrontiert.

Volksstimme: Eine Straßenecke weiter wurde dann später am Feuerwehrhaus eine Einweihung gefeiert - eine der guten Sachen des Jahres?

Ulla Krolop: Auf jeden Fall. Die Übergabe des Sozialgebäudes der Feuerwehr im November stellte einen schönen Höhepunkt für die Gemeinde dar. Nicht zuletzt durch Unterstützung der Verbandsgemeinde hatte das jahrelange Warten der Kameraden ein Ende. Im neu bezogenen Objekt gibt es nicht nur Sanitärraume, die endlich auch wieder das Duschen nach einem Einsatz ermöglichen, sondern auch Räume, die sich für Schulungen, Versammlungen und eventuell auch einmal für ein gemütliches Treffen eignen. Ob Senior, Jugend- oder Kinderfeuerweh, in Wefensleben herrscht doch immer noch Trubel. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank an alle Aktiven der Feuerwehr für ihr Engagement und ihre stete Einsatzbereitschaft.

Volksstimme: Auch in der Heinrich-Heine-Straße, namentlich im Kindergarten, wurde fleißig gewerkelt ...

Ulla Krolop: Ja, der Umbau der Kita beziehungsweise des ganzen Komplexes dort zum "Haus der Generationen" ist derzeit quasi unser kommunales Großprojekt. In den vergangenen Jahren flossen bereits viele tausend Euro in den Kita- und Hortbereich, um dort bessere Bedingungen für unsere "Bördewichtel" zu schaffen. Eltern, Großeltern und Besucher von Kinderfesten konnten sich von den schönen neuen Räumlichkeiten schon überzeugen. Auch hier gilt es, Dank zu sagen an alle Erzieherinnen, Eltern und Kinder, die den Umbau bei laufendem Betrieb tolerierten.

Volksstimme: Und wie geht es nebenan im Gemeinde- und Vereinstrakt voran?

Ulla Krolop: Es hat nun der letzte Bauabschnitt mit dem Nicht-Kita-Bereich begonnen. Durch umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen entstehen Räume für die Ortsvereine, die Line-Dance-Tanzgruppe und die Gemeindebibliothek. Auch der von den Mitgliedern der Volkssolidarität lange Jahre gehegte Wunsch, einen großen Raum zur Verfügung zu haben, wird sich endlich erfüllen.

Volksstimme: Durch all die Veränderungen gab es in diesem Jahr keinen Platz mehr für die traditionelle Seniorenweihnachtsfeier.

Ulla Krolop: Das ist ein kleiner Wermutstropfen, ja. Nach der Schließung der Schule und durch die umbaubedingte Schließung des Gemeindehauses stand uns zum Jahresende innerorts kein großer Raum zur Verfügung, in dem die Seniorenweihnachtsfeier hätte stattfinden können. Wir hoffen jedoch, dass die Baumaßnahmen im "Haus der Generationen" zügig und wie geplant voranschreiten, sodass die Gemeinde recht früh im neuen Jahr zur feierlichen Übergabe des Objektes einladen kann. Ich würde mich freuen, wenn Senioren und junge Familien von Wefensleben gemeinschaftlich diesen Tag begehen könnten. Bis dahin wünsche ich der Gemeinde und natürlich allen Wefenslebern einen guten Start ins neue Jahr.