Gröningen l Die Kinder haben sichtlich Spaß bei der Sache. Sportlehrerin Heike Friebertshäuser und Workshop-Leiterin Annika Rips üben mit ihnen die vielen möglichen Varianten des Seilspringens. Dabei geht es um Solo-, Partner- und Gruppenübungen. Die Schüler aus den dritten und vierten Klassen stellen sich recht geschickt bei der Sache an. „Es ist schon der zweite Projekttag dieser Art, den wir in der Sporthalle durchführen“, sagt Heike Friebertshäuser. „Im letzten Jahr gab es mit der damaligen vierten Klasse die Premiere.“

Die Kinder seien ganz begeistert von dem Workshop. Das hat auch seinen Grund. „Es gibt Klassen, die sind von Anfang an mit dem Herz dabei“, schildert die Lehrerin. „Das ist auch hier der Fall. Andere mögen eher Ballspielarten.“ Auf diese Vorlieben gehen die Lehrkräfte durchaus ein, schließlich komme es darauf an, ihren Schützlingen ordentlich Bewegung zu verschaffen.

Studentin leitet den Workshop

Das ist auch das Anliegen des Kurses mit dem Namen „Skipping Hearts“, den Leiterin Anika Rips für die Deutsche Herzstiftung in Gröningen veranstaltet. Die Studentin der Sportwissenschaften ist in ihrer Freizeit für die Stiftung tätig. „Es ist eine Nebenbeschäftigung für mich, die sich auch gut mit dem Studium vereinbaren lässt“, sagt sie. In ihrer Freizeit ist sie als Handballerin aktiv. „Die Nachfrage ist recht groß. Anmelden können sich Schulen bei uns über das Internet. Entsprechende Übungsleiter werden auch immer wieder gesucht.“

Bilder

Die Übungsstunden in der Sporthalle dienen übrigens nicht nur der Betätigung für die Kinder. Sie führen ihr Können auch gleich vor. Gleich zwei Vorstellungen müssen sie an diesem Tag hinlegen. Eine für die dritte und eine für die vierte Klasse. Nicht alle können sich für das Seilspringen begeistern, schauen aber interessiert zu und spenden artig Applaus für besonders gelungene Sprünge. „Der Workshop ist einmal etwas anderes als der bloße Schulalltag“, sagt Heike Friebertshäuser. „Die Abwechslung gefällt den Kindern recht gut und trägt auch schon Früchte. Vorhin hat ein Junge ein Seil bei mir gekauft.“ Die Schüler bringen auch an anderen Tagen ihre Seile mit „zur Arbeit“ und vergnügen sich zu den Pausenzeiten damit.

„Es kommt immer darauf an, wo die Interessen liegen“, schätzt die Lehrerin ein. „Bei diesen beiden Klassen ist das Springseil der klare Favorit Nummer eins.“ Die Vorführungen laufen recht gut und die Kinder haben in der kurzen Zeit allerhand gelernt. Auch die gemeinsamen Auftritte gehen fast schon synchron über die Bühne. Heike Friebertshäuser ist zufrieden. „Das war gut für die Kinderherzen und hat auch noch Spaß gemacht“, sagt sie.