Oschersleben l Wer kann schon von sich behaupten, ein Buch geschrieben und veröffentlicht zu haben? Nun, diese Frage kann Marcel Junge aus Hornhausen stolz mit Ja beantworten. Im Dezember 2017 erschien der erste Band seines Buches „Uria-Begegnungen“ und ist seitdem im Handel erhältlich.

Der Hobbyautor wurde 1984 in Halberstadt geboren und ist in Krottorf und Oschersleben aufgewachsen. Nachdem er eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen in Berlin abschloss, zog er später nach Hornhausen . Heute ist er hier zu Hause und in der Verwaltung eines ambulanten Pflegedienstes tätig. Auf die Frage, wann er mit dem Schreiben begonnen hat, sagt er: „Ich habe schon immer gern geschrieben. Schon während meiner Schulzeit habe ich Gedichte und Kurzgeschichten verfasst.“

Idee entstand aus kleineren Geschichten

Nach mehreren kleineren literarischen Projekten fühlte er sich bereit, sich dem Schreiben ernsthafter zu widmen und entschied sich, ein Buch zu veröffentlichen. Jeden Sonntag und Teile seines Urlaubes hielt er sich frei, um sein Buch „Uria-Begegnungen“ zu verfassen.

Zur Entstehung des Werkes erzählt Marcel Junge, dass sich der kreative Prozess langwierig gestaltet habe. So seien vom ersten Wort bis zum Erscheinen des ersten Bandes vier Jahre vergangen. Auf die Zeit des Schreibens, eine Zeit, die von Höhen und Tiefen gekennzeichnet war, blickt er jedoch trotzdem gern und positiv zurück. „Jetzt endlich das fertige Buch in den Händen zu halten, ist ein unglaublich tolles Gefühl und entschädigt einiges. Das ist der Lohn für vier Jahre Arbeit“, sagt Marcel Junge.

Die Idee des Buches entstand aus vielen kleineren Geschichten, die er im Vorfeld schrieb und die alle den Tod und Visionen vom Tod thematisierten. So besteht der erste Band aus drei Kurzgeschichten: Zum einen ist da John, der in den USA in der Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet. Zum anderen ist da Michael, der den Drogentod seines Bruders mit einer Überdosis zu ertragen versucht und zuletzt Markus, der den Unfalltod seiner Freundin nicht verarbeitet hat. Sie alle bekommen Besuch von dem Engel Uria, der sie auf ihrem letzten Weg begleiten wird. Besonders ist, dass die meisten Geschichten einen regionalen Bezug aufweisen. Zwei der Geschichten spielen beispielsweise in Oschersleben und Umgebung.

Glaube spielt eine große Rolle

Auf die Frage, warum gerade das Thema Tod in seinen Geschichten so eine zentrale Rolle einnimmt, sagt er: „Niemand weiß, was uns im Jenseits erwartet. Doch fürchten die Menschen eher den Tod oder den Akt des Sterbens selber? Ich denke, der Wunsch nach einem Sterben im Schlaf, den viele auch offen äußern, stützt diese These. Der Tod ist ein Zustand, der nur schwer greifbar ist.“ Hauptsächlich möchte er mit seinem Buch vermitteln: Es ist egal, wie schlimm es im Leben kommt. Hoffnung gibt es immer. So ist es auch kaum verwunderlich, dass er jedem sein Buch empfiehlt. „Der Tod betrifft uns alle. Man setzt sich selbst nicht wirklich mit dem eigenen Tod auseinander, aber vielleicht kann man so den Menschen ein wenig die Angst vor dem Tod nehmen. Ich finde, es ist ein tröstlicher Gedanke, daran zu glauben, nicht allein zu sein und dass es jemanden gibt, der in unserer schwersten Stunde unsere Hand hält.“

Auch in seinem Privatleben spielt der Glaube eine große Rolle. Nach mehreren Lebenskrisen und Schicksalsschlägen, wie beispielsweise dem tödlichen Autounfall seines Cousins im Jahr 2003, hat er den Weg zum Glauben zurück gefunden und ihn in seinem Alltag fest verankert.

Junge, der selbst gern Steven King oder Edgar Allan Poe liest, hat bereits den zweiten Band von „Uria-Begegnungen“ fertiggestellt, der vielleicht noch in diesem Jahr veröffentlicht werden könnte. Ein neues Projekt ist auch schon auf den Weg gebracht: Im Moment arbeitet er an seinem nächsten Buch, das den Namen „Seelenrevolution“ tragen wird. Worum es darin aber genau gehen wird, lässt Marcel Junge offen und verrät nur so viel: „Es ist eine Liebesgeschichte mit vielen unerwarteten Wendungen.“

Marcel Junge hat fünf Exemplare seines Buches „Uria-Begegnungen“ zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Wer es haben möchte, schickt eine Email an: redaktion.oschersleben@volksstimme.de