Langenweddingen l „Auch in diesem Jahr ist die Gemeinde Sülzetal wieder mit dabei. Die Gemeinde Sülzetal hat für die Ortschaften Bahrendorf, Langenweddingen und Osterweddingen Bewerbungen eingereicht. In diesen Ortschaften sollen neue Spielplätze errichtet beziehungsweise erweitert werden. Wir bitten alle Sülzetaler, sich an der Abstimmung vom 11. Juli bis 7. August zu beteiligen“, teilt die Einheitsgemeinde Sülzetal auf ihrer Internetseite mit.

Damit bittet die Einheitsgemeinde Sülzetal ihre Einwohner, sich an der Fanta-Spielplatz-Initiative 2016 zu beteiligen. Dieses ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Ortschaften ihre Spielplätze melden können, die saniert oder erweitert werden können. Mit einer Abstimmung im Internet entscheiden die Nutzer über die Sieger und Platzierten. Der Sieger-Spielplatz bekommt 20 000 Euro. Insgesamt werden durch den Wettbewerb 100 Spielplätze mit gestaffelten Geldbeträgen gefördert. Partner des Getränkeherstellers ist bei dieser Initiative das Deutsche Kinderhilfswerk.

Unterstützung durch Lokalpolitiker

„Die Einheitsgemeinde Sülzetal hat wie andere Kommunen leider kein Geld für die Sanierung der Spielplätze. Wir müssen erst unsere Pflichtaufgaben erfüllen“, verdeutlichte Bürgermeister Jörg Methner (SPD) bei einem Termin in Langenweddingen. Dort haben sich Eltern um die Langenweddingerin Sabrina Ostermann zusammengefunden, um den alten Bolzplatz vor dem Schill-Denkmal wieder in einen nutzungsfähigen Spielplatz für Kinder und Aufenthaltsort für Jugendliche zu verwandeln. Der neue Spielplatz soll den Namen „An der Heube“ Langenweddingen tragen. Unterstützung erfahren die Eltern dabei von Langenweddingens Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek (Linke), Gemeinderatsfinanzausschussvorsitzendem Andy Lankow (CDU) und Gemeinderatssozialausschussvorsitzendem Marco Falkenberg (CDU). Die Kommunalpolitiker unterstützen zudem die Bewerbungen aus Osterweddingen und Bahrendorf.

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Wie die Langenweddingerin Sabrina Ostermann bei einem Vororttermin mit den lokalen Politikern auf dem alten Bolzplatz berichtete, sei ihr und anderen engagierten Eltern etwa vor einem Jahr die Idee gekommen, den Platz als Spielplatz wiederzubeleben. „Das ist auch ohne viel Geld möglich“, war sich die junge Mutter sicher. Sie habe Kontakt mit Saskia Steuer von der Gemeindeverwaltung des Sülzetals und dem Finanzausschussvorsitzenden Andy Lankow aus Langenweddingen und der örtlichen Kindertagesstätte „Spatzennest“ aufgenommen, um ihre Idee vorzustellen. Im Mittelpunkt stünden dabei zwei Weiden-Tipis, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden können. Diese Tipis sollen in einem Projekt zusammen mit der Grundschule und der Sekundarschule des Sülzetals in Langenweddingen aufgebaut werden. Damit die Kinder und Jugendlichen einen engen Bezug zu dem Neugeschaffenem bekommen.

Diese Idee begrüßte Bürgermeister Jörg Methner ausdrücklich, da es in der jüngeren Vergangenheit vermehrt zu Zerstörungen in Langenweddingen, unter anderem auf der Skaterbahn, gekommen sei. Das könne womöglich in der Zukunft verhindert werden, wenn die Jugend einen Bezug zu dem von ihm Geschaffenen bekomme und es deshalb besser achte. Dennoch wolle sich Methner für mehr Polizeipräsenz in den Abend- und Nachtstunden einsetzen, um möglichen Randalieren auf die Spur zu kommen. Auch forderte er die Bürger auf, ihre Beobachtungen der Polizei mitzuteilen.

Wie Gemeinderatsmitglied Andy Lankow sagte, habe ihm der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt, der in Langenweddingen seinen Sitz hat, zugesichert, Baumstämme für den neuen Spielplatz zu liefern. Aus denen sollen die Jugendlichen der Sekundarschule des Sülzetals in Langenweddingen mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes „Grüne Umwelt“ Schwaneberg Sitzbänke bauen.