Oschersleben l Als René Herbert zu Hause die Antworten auf die ersten Fragen ausgewertet hat, war er schon erschrocken. Haben doch von den 43 Oschersleber Händlern, die sich an einer Umfrage beteiligt haben, 20 die wirtschaftliche Situation in der Innenstadt als schlecht, 8 gar als sehr schlecht bezeichnet. Und nach ihren Prognosen befragt, waren 28 Händler der Meinung, dass sich das alles in den nächsten Jahren noch verschlechtern werde.

Um genau das zu verhindern, haben die beiden Stadträte René Herbert (Fraktion FUWG) und Lieselotte Drohberg (Die Grünen) besagte schriftliche Umfrage gestartet. „Wir wollten erfahren, wo den Händlern der Schuh drückt, wo sie selbst Lösungen sehen und wie sich die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Stadtrat verbessern könnte“, so René Herbert.

Und das haben die beiden Kommunalpolitiker „sehr umfangreich“ erfahren, wie René Herbert nun während einer Auswertungsrunde sagte, zu der gut 30 Gäste, zumeist Innenstadt-Händler gekommen waren. Um beispielsweise zu hören, dass eine große Mehrheit von ihnen der Meinung ist, dass im Bereich der Innenstadt die Parkplätze kostenfrei sein sollten, dass die Gewerbesteuer und die Gebühr für Werbeaufsteller zu hoch sind, dass ein Händlerstammtisch eingerichtet werden sollte oder auch, dass die Zusammenarbeit der Stadt und des Stadtrates mit den Händlern schlecht ist.

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Schon während der Auswertung gab es etliche Wortmeldungen mit weiteren Vorschlägen, wie sich die Situation der Händler und damit die Situation in der Oschersleber Innenstadt verbessern könnte. Sehr geteilt war in diesem Zusammenhang die Meinung, ob dabei ein „Innenstadt-Manager“ helfen würde, wie ihn die Stadt ins Gespräch gebracht hat und dieses Vorhaben am Dienstag nächster Woche im Rathaussaal vorstellen möchte.

René Herbert und Lieselotte Drohberg wollen nun auf Grundlage der Umfrageergebnisse und der Auswertungsrunde ein Zehn-Punkte-Programm erarbeiten und es Stadtverwaltung und Stadtrat übergeben. „Wir werden im Stadtrat für Mehrheiten werben, um mit konkreten Maßnahmen die Oschersleber Innenstadt zu beleben.“