Wulferstedt l Mit 60 Prozent ist im Dorf am Großen Bruch ein hoher Anschlussgrad an das schnelle Breitbandnetz erreicht worden. Damit haben die Wulferstedter das Privileg, nun die ersten zu sein. Zudem liegt für das Dorf eine vollständige Ausführungsplanung mit allen Genehmigungen vor. „Die Verbandsgemeinde Westliche Börde investiert hier in Wulferstedt 1,3 Millionen Euro. Es kommen insgesamt 16 Kilometer Leerrohre in die Erde, davon werden 7,5 Kilometer über Land verlegt“, weiß Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz zu berichten.

Die Anlieferung der riesigen Kabeltrommeln mit den Leerrohren war gestern Vormittag sozusagen der offizielle Baustart. Gleich mehrere Lkw haben mit ihrer besonderen Fracht Wulferstedt angesteuert.

Das Abladen der Trommeln verfolgten auch Holger Haupt, Chef der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Breitbandausbau des Landkreises Börde, Andreas Schulz von der Firma Ostbau, die den Auftrag für die Tiefbauarbeiten bekommen hat und Holger Noffz, in der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde für den Breitbandausbau verantwortlich. Mit der Firma Ostbau unternimmt die Westliche Börde sozusagen den zweiten Anlauf beim Bau des kommunalen Glasfasernetzes. Im Dorf selbst werden die Menschen noch nicht viel vom Start des Breitbandausbaus mitbekommen. Denn zuerst werden die Überlandtrassen hergestellt.Das erfolgt im Pflugverfahren in Richtung Krottorf, denn dort wird die erste Popup-Station errichtet. Wenn möglicherweise in zwei bis drei Wochen die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden, setzen die Tiefbauer ihre Arbeit in der Ortslage von Wulferstedt fort, weil sie erst dann in die Haushalte gehen können. Mehre Monate werde der Ausbau innerorts andauern, werden alle Straßen und alle Haushalte, die einen Anschluss wünschen, erschlossen.

Wer bislang noch unentschlossen war, und das gilt nicht nur für die Wulferstedter, kann sich bei den Breitbandengeln, bei DNSnet, über Vertragsregularien unter www.dns-net.de erkundigen. Die Gemeinde selbst erachtet es aber auch als wichtig an, mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Entsprechende Veranstaltungen könnten aber erst nach Aufhebung der Kontaktsperren stattfinden. Nach Wulferstedt würden Krottorf und Kloster Gröningen im Breitbandausbau folgen. Natürlich wünschetsich die Verbandsgemeinde Westliche Börde, dass das Breitbandnetz flächendeckend in der Gemeinde verlegt werden kann. Aber eben nicht alle Mitgliedsgemeinden haben die nötige Anschlusszahl für die Wirtschaftlichkeit erreicht. „Wie wir es dennoch hin bekommen können, soll heute in einer Telefonkonferenz geklärt werden. Gerade für Gröningen als Verwaltungssitz wäre der Breitbandausbau wichtig. Andererseits lag die Anschlussquote hier bei nur 18 Prozent“, so Fabian Stankewitz.