Osterweddingen l Die Einheitsgemeinde Sülzetal muss ihre Planung für die Beantragung von Geld aus dem Landesförderprogramm Stark III ändern. Eigentlich wollte die Gemeinde in Langenweddingen auf dem Gelände der Grundschule eine neue Kindertagesstätte bauen. Wie René Kellner, Fachbereichsleiter für Soziales in der Gemeindeverwaltung, bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses des Gemeinderates im Rathaus Osterweddingen berichtete, könne die Gemeinde den geplanten Neubau an diesem Standort nicht umsetzen.

Grund dafür sei, dass in der Nähe der Grundschule eine Biogasanlage und ein Rinderstall erweitert werden sollen. Dafür laufe zurzeit ein Antragsverfahren nach dem Bundesimmissionschutzgesetz beim Landesverwaltungsamt, von dem die Gemeinde erst vor kurzem Kenntnis bekommen habe. Wegen der Nähe zu den landwirtschaftlichen Anlagen sei nunmehr der Neubau einer Kindertagesstätte nicht mehr möglich.

Wie Kellner weiter sagte, wolle die Gemeinde nunmehr den Kita-Neubau am jetzigen Standort der Langenweddinger Kindertagesstätte „Spatzennest“ realisieren und lasse dafür gegenwärtig die Pläne erarbeiten. Der Neubau solle über zwei Etagen, einen Fahrstuhl, genügend Parkplätze und eine Außenfläche zum Spielen für die Kinder verfügen.

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Ersatzneubau für Grundschule

Als zweites Projekt, das mit Mitteln aus dem Landesprogramm Stark III gefördert werden soll, will die Gemeinde einen Ersatzneubau der Grundschule Altenweddingen beantragen. Beide Projekte haben ein Gesamtvolumen von etwa 2,4 Millionen Euro. Für beide Vorhaben, Grundschule Altenweddingen und Kinderstagesstätte „Spatzennest“ Langenweddingen, werde die Einheitsgemeinde bis zur Frist am 28. Oktober die Fördermittelanträge beim Land Sachsen-Anhalt einreichen, verdeutlichte Kellner. Die Gemeinde und auch der Sozialausschuss würden fest davon ausgehen, dass beide Anträge genehmigt werden und gebaut werden könne. „Dann haben wir eine neue Grundschule und eine neue Kindertagesstätte“, hoffte Sozialausschussvorsitzender Marco Falkenberg (CDU) aus Osterweddingen.