Im evangelischen Hornhäuser Gotteshaus tauschen Spezialisten defekte Holzbalken aus

Kirchenschiff von St. Stephani wird saniert

Von Mathias Müller

Noch bis in den späten Herbst dauert die Sanierung des Schiffs der Kirche St. Stephani in Hornhausen an. Die Kirchengemeinde lässt in den Holzbalken den Schwamm beseitigen.

Hornhausen l Vor zehn Jahren hat die Kirchengemeinde St. Stephani Hornhausen damit begonnen, im Schiff der Kirche den Schwamm im Holz zu bekämpfen. Die Arbeiten sind im August wieder aufgenommen wurden und sollen im späten Herbst beendet sein.

"Wir haben die Last der Renovierungskosten auf mehrere Schultern verteilt", sagt der Oschersleber Pfarrer Friedrich von Biela, der die Hornhäuser Kirchengemeinde St. Stephani seelsorgerisch betreut. Der Kirchenkreis Egeln beteiligt sich an den Kosten mit 66000 Euro, die Kirchengemeinde Hornhausen mit 36000 Euro und 48000 Euro steuert das Leader-Förderprogramm für den ländlichen Raum bei.

Fachleute sind in der Hornhäuser Kirche damit beschäftigt, die schadhaften Stellen in den Holzbalken auszutauschen. Ist dies geschehen, wurden die Balken danach mit Holzschutzmitteln behandelt. Als Schwachstelle zeige sich dabei die Verbindung zwischen Turm und Schiff, erläutert Pfarrer von Biela. Dort sei die Verbindung unterbrochen, so dass Feuchtigkeit in das Gotteshaus eindringen und große Schäden verursachen konnte. Diese Schwachstelle werde bei den Sanierungsarbeiten ebenso beseitigt. Weiterhin seien an den Wänden Putzarbeiten durchgeführt und die Elektroanlage erneuert worden.

Bei der Kirche St. Stephani Hornhausen herrscht die besondere Situation vor, dass das Kirchenschiff der Kirchengemeinde gehört und der Turm der früheren Gemeinde Hornhausen, die jetzt Ortsteil von Oschersleben ist. Bereits 1668 und 1745 gab es Vorgänger der heutigen Kirche. Auf Grund des schlechten Zustandes wurde 1880 über einen Neubau nachgedacht. Am 18. Dezember 1885 konnte dann die heutige St. Stephani Kirche geweiht werden. Das Schiff ist ein neugotischer Backsteinbau, die Innenausstattung befindet sich im Originalzustand. Im Turm mit einer Kopie des Reitersteines befinden sich zwei Glocken aus den Jahren 1828 und 1922. Der Kirchturmförderverein hat bereits die aufwändige Sanierung des Turms erfolgreich beendet.

Mit den Arbeiten am Dach ist die Erhaltung der Kirche St. Stephani nicht beendet. "Es gibt noch viel zu tun", sagt Uta Schaller vom Gemeindekirchenrat. Unter anderem stehe die fachgerechte Sanierung der Kirchenbänke aus Holz auf dem Programm.