Ottleben l Der Fußboden ist neu, die Decke auch. Die Wände sind frisch tapeziert und gemalert. Alles ist farbenfroh, schmuck, schick, adrett. Kein Wunder also, dass sich die Mädchen und Jungen in ihrem sanierten Gruppenraum sehr wohlfühlen, was ihnen sofort anzusehen ist.

Wobei nicht nur dieser eine Raum so ansehnlich daherkommt, sondern nunmehr das gesamte erste Obergeschoss der Ottleber Kindertagesstätte „Schloss Trautenburg“. Also alle Gruppenräume, alle Flure, die Küche und sämtliche weiteren Zimmer.

Restarbeiten laufen noch

Sind doch hier seit August zahlreiche Handwerker zugange. Die nicht nur für schöne Räume, sondern die auch für Sicherheit, Sparsamkeit und Effizienz sorgen. Denn während die einen Handwerker gemalert und tapeziert beziehungsweise die Decken und Fußböden erneuert haben, sind von anderen Handwerkern beispielsweise sämtliche elektrischen Leitungen ausgetauscht und alle anderen elektrischen Anlagen erneuert worden. Zudem wurden Brandschutztüren, einer Notlichtanlage oder auch eine Alarmierungsanlage eingebaut und damit unter anderem brandschutztechnische Auflagen erfüllt.

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„Des Weiteren wurde die Kindertagesstätte durch den Einbau einer modernen Datenverkabelung für die zukünftige Digitalisierung vorbereitet“, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz nun bei der offiziellen Übergabe des ersten Obergeschosses: „Das zu etwa 95 Prozent fertig ist. Die Restarbeiten werden noch nach und nach an den späten Nachmittagen oder auch an dem einen oder anderem Sonnabend erledigt“, so Stankewitz.

Denn wochentagsüber haben die Mitarbeiter der Handwerkerfirmen anderes zu erledigen, sprich das zweite Obergeschoss der Kindertagesstätte analog zum ersten auf Vordermann zu bringen. Auch hier werden nun sämtliche Räume von oben bis unten sowie ringsum in Stand gesetzt, werden die Elektroanlagen erneuert oder auch Brandschutztüren eingebaut und weitere brandschutztechnische Arbeiten erledigt.

Fertigstellung im März 2019

Mit dem Ziel, dass im März nächsten Jahres alles fertig ist, wie der Verbandsgemeindebürgermeister sagt. Der die inzwischen eingetretene Verzögerung der Sanierung unter anderem damit begründet, dass zum einen bei der ersten Ausschreibung der Arbeiten mitunter gar keine oder zu teure Angebote eingegangen seien und erst bei einer zweiten Ausschreibungsrunde alle Arbeiten vergeben worden seien. Zudem seien einige Arbeiten hinzugekommen, die nicht geplant waren, sich aber im Zuge der Sanierung als erforderlich gezeigt hätten, so der Verbandsgemeindebürgermeister. Und Auslebens Bürgermeister Dietmar Schmidt fügt hinzu: „Das ist ein historisches, denkmalgeschütztes Gebäude, da kommt es dann auch mal zu unerwarteten Situationen.“ Zudem seien die Arbeiten von Handwerks- und Baubetrieben derzeit überall sehr gefragt, weshalb es nicht leicht sei, solch ein recht großes Projekt hinzubekommen.

Geld aus Fördermittelprogramm

Das durch all diese Umstände auch teurer geworden ist, jedoch nach wie vor in erster Linie mit Geld aus dem europäischen Fördermittelprogramm Stark V finanziert wird. Ganz genau kommen aus diesem Programm 184.300 Euro. „Dieser Betrag wurde durch Eigenmittel der Gemeinde Ausleben in Höhe von 30.000 Euro sowie inzwischen auch mit weiteren Mitteln der Verbandsgemeinde Westliche Börde in Höhe von knapp 85.000 Euro erhöht“, sagt Fabian Stankewitz. Gehört doch das Schloss der Gemeinde Ausleben, während die Verbandsgemeinde Westliche Börde Träger der in diesem Gebäude untergebrachten Kindertagesstätte ist.

In der derzeit 82 Mädchen und Jungen im Krippen- und im Kindergartenalter betreut werden, die nun allesamt in Parterre und im sanierten ersten Obergeschoss untergebracht sind. Denn diese beiden Bereiche sind ja so gut wie fertigsaniert, während es nun im zweiten Obergeschoss handwerklich zur Sache geht.

Baufreiheit wurde dort Ende vergangener Woche geschaffen. „Da sind wir mit Sack und Pack von der zweiten in die erste Etage gezogen“, sagt Kita-Leiterin Kerstin Busse, die sich nicht nur bei ihren Kolleginnen, sondern bei allen bedanken möchte, die die Kita während der Bauphase unterstützen. „Besonders möchte ich den Eltern danken, die großes Verständnis aufbringen, beispielsweise am Umzugstag ihre Kinder zu Hause behalten haben.“ Wobei Kerstin Busse versichert, dass die Kinder auch während der Sanierung mit viel Engagement und bestmöglich betreut werden.