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Knapp 4500 Euro Spenden kommen für ein neues Friedhofstor in Peseckendorf zusammen

Peseckendorfer Bürger, aber auch Menschen, die sich mit dem kleinen Ort und seiner besonderen Geschichte verbunden fühlen, spendeten für die Sanierung eines schmiedeeisernen Tores, welches Bestandteil des denkmalgeschützten Friedhofs ist.

Von Yvonne Heyer 25.07.2021, 17:40
Die schmiedeeisernen Torflügel sind seit Jahren bei einem Schmied eingelagert. Die Säulen sind bereits saniert.
Die schmiedeeisernen Torflügel sind seit Jahren bei einem Schmied eingelagert. Die Säulen sind bereits saniert. Foto: Yvonne Heyer

Peseckendorf - Schon vor einigen Jahren wurde das schmiedeeiserne Westtor des Peseckendorfer Friedhofs ausgebaut und beim Schmied Christian Schreiner eingelagert. Ziel des Kultur- und Heimatvereins Peseckendorf ist es nach wie vor, das Tor endlich sanieren zu können. Für den kleinen Verein ist das ein schwieriges Unterfangen, die rund 5000 Euro aufzubringen. Im März 2021 beantragte der Verein deshalb einen Zuschuss beim Kultur- und Sozialausschuss der Stadt Oschersleben in Höhe von 3985 Euro. Um diesen Zuschuss zu erhalten, hätte ein Eigenanteil von rund 1500 Euro aufgebracht werden müssen.

Nach einem Spendenaufruf in der Volksstimme zu Beginn dieses Jahres gingen in den letzten Wochen auf dem eingerichteten Spendenkonto zahlreiche Spenden ein. „Es kam eine Summe von 3380 Euro zusammen. Diese Spenden sind zweckgebunden und tragen allesamt die Kennzeichnung ’Sanierung Friedhofstor’. Die Geldbeträge stammen von Spendern aus Hamburg, Magdeburg oder Wolfenbüttel, von Vereinsmitgliedern unseres Dorfes, aber auch von Bürgern aus Peseckendorf, benachbarten Orten wie Hadmersleben und Oschersleben, die nicht Mitglied unseres Vereins sind“, berichtet Vereinsvorsitzender Mario Engelmann. Er verweist zugleich darauf, dass der Verein bereits 2012 beschlossen hat, das Westtor des Friedhofes zu sanieren. Zwischenzeitlich habe es eine Abstimmung unter den Vereinsmitgliedern gegeben, ob das Ziel weiter verfolgt werden soll. Sie votierten alle dafür.

Im Ergebnis der zahlreichen Spenden kann der Kultur- und Heimatverein Peseckendorf heute vermelden, dass der Eigenanteil des Vereins auf 4480,90 Euro angewachsen ist. Damit verringert sich der vom Kultur- und Sozialausschuss zu genehmigende Zuschuss auf 1105 Euro. Der Verein hat den Ausschuss mit einem geänderten Antrag gebeten, die Sanierung mit der genannten, geringeren, Summe zu bezuschussen, damit die Sanierung des Westtores abgeschlossen werden kann. Die Ausschussmitglieder haben sich im Übrigen vor Ort über den Friedhof informiert.

Projekt abschließen

Das Projekt abzuschließen, heißt: Nach der Sanierung der Sandsteinsäulen im Jahr 2017 könnten nun die Torflügel saniert werden. Für die Säulen hat der Verein schon einmal 2500 Euro mithilfe verschiedene Spendenaktionen aufgebracht. Förderanträge an die Stiftung der Kreissparkasse Börde wurden sowohl für Torflügel als auch für die Säulen gestellt, ohne Erfolg.

Zum Peseckendorfer Friedhof ist zu sagen, dass dieser unter Denkmalschutz steht. Allein daraus ergibt sich für den Kultur- und Heimatverein das besondere Ansinnen, einen Anteil zu leisten, den Friedhof in seiner Gesamtheit als Kulturdenkmal zu erhalten.

Wenn am 12. September der Tag des offenen Denkmals stattfindet, dann wird sich auch der Kultur- und Heimatverein Peseckendorf daran beteiligen. Interessierte Bürger und Gäste sind schon jetzt zu einem Spaziergang durch das Dorf eingeladen. Der Rundgang führt durch Peseckendorf, das fast 500 Jahre lang Rittergut war. „Gezeigt werden die historisch wertvollen und unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke des Dorfes wie das Gutshaus und die Johanniskirche mit der Glocke aus dem Jahr 1591, der Park mit dem Wasserturm und dem Denkmal für den Arzt und Botaniker Johannes Thal (1542-1583) und der Friedhof. Erzählt werden Geschichten von Menschen, die im Ort lebten“, lädt Mario Engelmann ein.