Gröningen l „Alle eingereichten Unterlagen für die Wahlen zum Verbandsgemeinderat und die Wahlen für die Gemeinde- beziehungsweise Stadträte sind ordnungsgemäß bei uns eingegangen und rechtmäßig“, stellte die Ausschussvorsitzende Nicole Schliebener gleich zu Beginn der Sitzung fest. Auch für jene Wählergruppen oder Einzelbewerber, die zuvor in keinem der Gremien vertreten waren, also am 26. Mai 2019 das erste Mal bei einer Wahl antreten, seien die geforderten Unterstützerunterschriften eingegangen und auf ihre Ordnungsmäßigkeit geprüft worden.

Die Partei AfD werde sich mit einem Bewerber zwar das erste Mal um einen Sitz in gleich zwei Versammlungen bewerben. „Weil die AfD jedoch eine Partei ist, die bereits in mehreren Parlamenten vertreten ist, musste hier keine Liste mit Unterstützerunterschriften abgegeben werden“, erklärte die Versammlungsleiterin.

Zwei Einzelbewerber

Auffällig ist, dass von den etablierten Parteien alle ihre Bewerber ins Rennen schicken – wenn auch nicht in jeder Gemeinde - nur die Grünen sind überhaupt nicht vertreten. Außerdem wies Nicole Schliebener darauf hin, dass sich der Bürgermeister der Gemeinde Am Großen Bruch, Klaus Graßhoff, zwar für die Wählergemeinschaft „Zukunft Am Großen Bruch“ hat aufstellen lassen. „Jedoch müssen wir an dieser Stelle betonen, dass er aufgrund der Unvereinbarkeit von Amt und Mandat erklärt hat, auf einen Sitz im Rat zu verzichten“, sagte die Ausschussvorsitzende.

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Sollte Graßhoff also tatsächlich genug Stimmen auf sich vereinen können, würde er auf einen Sitz im Gemeinderat verzichten, weil er ja bereits als Bürgermeister in dem Gremium sitzt. Seine Stimmen würden dann auf andere Bewerber der Wählergemeinschaft übergehen. Ferner wies Schliebener darauf hin, dass der Gröninger Stadtrat Falk Öhli, bisher Mitglied der Unabhängigen Wählergemeinschaft „Für Gröningen“, über die Liste der SPD kandidieren wird. Neben etablierten Parteien und Wählergruppen werden auch zwei Einzelbewerber an den Start gehen. So kandidieren Gilbert Krüger und Stefan Horenburg als unabhängige Bewerber für den Stadtrat in Kroppenstedt.

Im Anschluss an die Vorstellung der Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber erfolgte die Prüfung der eingereichten Unterlagen durch die vier ehrenamtlichen Beisitzer. Die Durchsicht der vielen Papiere dauerte mehr als 20 Minuten. Am Ende stellten die Beisitzer keine Auffälligkeiten fest. Vor Beendigung der Sitzung erklärte Nicole Schliebener, dass die Namen jedes einzelnen Kandidaten in den nächsten Tagen öffentlich bekanntgemacht werden. Außerdem verwies sie auf die Briefwahl, die voraussichtlich ab dem 6. Mai möglich sein soll.