Üplingen l Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete Undine Heinemann den musikalischen Nachmittag mit dem Gedicht „Nur einmal bringt des Jahres Lauf“ von Richard Wilpert. „Schöner kann ein Frühlingstag nicht sein – es sei denn, mit Musik“, war in der anschließenden Begrüßung durch Heidi Röper zu hören.

Mit dem ersten Teil ihres Konzertes wollte die Singgemeinschaft um Hartmut Sievert dem kleinen, ehrwürdigen Gotteshaus seine Ehrerbietung erbringen. Zum „Ave Maria“ nach Giulio Romano, „Hebe Deine Augen auf“ aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Meldessohn-Bartholdy sowie „Verleih uns Frieden gnädiglich“ mit dem Text von Martin Luther nahm Antje Kovrig am Klavier Platz. „Vielen Dank an Frau Kovrig, dass sie uns und unseren Chorleiter unterstützt. Nun kann unser Chorleiter seine Sängerinnen besser in Schach halten“, war mit einem Augenzwinkern von Heidi Röper zu hören.

Gemeinsames Singen im letzten Konzertteil

Glaubt man Hoffmann von Fallersleben, so ist der Frühling die Zeit, in der der Winterschlaf endet und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt. Bei Liedern wie „Nun will der Lenz uns grüßen“, „In schönen Maientagen“ oder „Kommt in den Wald“ war davon jedenfalls nichts zu spüren. Abgerundet wurde dieser musikalische Teil durch die Gedichte „Die Sonne lacht“ und „Maler Frühling“, die von Vivian Oberhack und Janina Schmalz als jüngste Mitwirkende vorgetragen wurden.

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Die Schönheit der Natur

„Ich muss hinaus, ich muss zu Dir, ich muss es selbst Dir sagen: Du bist mein Frühling, Du nur mir in diesen lichten Tagen“, wusste Hoffmann von Fallersleben. Besser kann die Ursprünglichkeit und Schönheit der Natur kaum beschrieben werden, war von Dorothea Wienert zu hören. Die Lieder „So soll es sein, so kann es bleiben“, „Ein Kompliment“, „Applaus, Applaus“ und „Liebe ist alles“ bekräftigten dieses neue Lebensgefühl im Frühling und wurden von den Sängerinnen natürlich meisterlich vorgetragen.

Zum letzten Konzertteil lud Heidi Röper die zahlreichen Besucher aus Nah und Fern ein, gemeinsam mit dem Chor zu singen. Das klappte bei „Über sieben Brücken musst Du geh´n“ und „Hinterm Horizont geht´s weiter“ auch erstaunlich gut. Bei „Viva la Vida“ von Coldplay war dann noch einmal dieses besondere Lebensgefühl im Frühling in der Kirche spürbar.

Hartmut Sievert dankte seinen Chorsängerinnen, Antje Kovrig und allen Mitwirkenden und lud alle Anwesenden zu Kaffee und Kuchen bei der Üplinger Dorfgemeinschaft ein.

Beifall sorgt für Zugabe

Mit „Auf uns“ sollte das Konzert dann eigentlich auch zu Ende gehen. Mit tosendem Applaus, der nicht nur das Lebensgefühl im Frühling, sondern die pure Begeisterung über dieses gelungene Konzert ausdrückte, erklatschten sich die begeisterten Besucher sogar noch zwei Zugaben. Hier erklangen dann ein irischer Segen, in dem es passender Weise heißt „Bis wir uns wieder seh´n, möge Gott seine schützende Hand über Dir halten“, und „Nun will der Lenz uns grüßen.“

Wie sehr den Besuchern der Konzertnachmittag gefallen hat, fasste der Ottleber Ferdinand Riedl stellvertretend für alle zusammen: „Ihr habt die Kirche und unsere Augen und Herzen zum Leuchten gebracht. Dafür danken wir euch von ganzem Herzen.“

Bei frisch gebrühtem Kaffee und leckerem Kuchen klang dieser Nachmittag in gemütlicher Runde aus.