Altmärkerin Rosemarie Grunow stellt Malereien in Druxberge aus / Vernissage steht ganz im Zeichen des Herbstes

Künstlerin findet Inspiration in den Weiten Kanadas

Von Ronny Schoof

Die vielgerühmte Landschaft Kanadas im Herbstkleid, damit befasst sich die aktuelle Ausstellung in der Kleinen Galerie Druxberge. Künstlerin Rosemarie Grunow hat den "Indian Summer" in Kreide-, Öl- und Aquarellfarben festgehalten.

Druxberge l "Indian Summer" - so bezeichnet der Nordamerikaner die blätterbunte Wetterperiode im Spätherbst, die meist das letzte Wärmeaufbäumen des Jahres mit sich bringt und einzigartige Bilder in die Welt zeichnet. Passender hätten Titel und Thema der neuen Ausstellung in der Kleinen Galerie daher nicht gewählt werden können. Mit ihr klingt auch das Ausstellungsjahr des Kunst- und Kulturvereins aus.

Zur Vernissage am Sonnabend hatten sich rund 40 Besucher in der Galerie eingefunden.

Die Inspirationen ihrer Kanadareise habe Rosemarie Grunow erst später, im Rahmen von zwei Malkursen, in Bildern verwirklicht, wie die Altmärkerin aus Stendal-Dahrenstedt den Gästen erklärte: "Die Kurse fanden in der Schweiz statt, erst dort habe ich die Ruhe gefunden, die vielen Impressionen umzusetzen." Dabei habe sie auch realisiert, dass der spezielle "Indian Summer" zwar ein Phänomen Nordamerikas, letztlich aber überall auf der Welt anzutreffen sei. So war auch die Eröffnung in Druxberge vom Thema Herbst geprägt. Vereinsvorsitzende Beate Schmidt begrüßte die Anwesenden in bekannter Manier mit dem September-Gedicht aus dem Monate-Zyklus von Erich Kästner.

Die Künstlerin selbst begann ihre Ausführungen mit herbstlichen Versen von Friedrich Hebbel und ging danach auf einzelne Bilder und angewandte Maltechniken ein. Schließlich las Rosemarie Grunow noch Kurzgeschichten aus ihrem kürzlich vollendeten Buch. "Das Schreiben", sagte die Malerin, "ist meine neue Leidenschaft," die sie hauptsächlich für ihre Enkelkinder betreibe, um Dinge festzuhalten, die ansonsten vielleicht verloren gingen. So eingestimmt, tauchten die Besucher in das ausgestellte Herbstwerk ein und kamen mit der Künstlerin ins Gespräch.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Oktober jeweils sonnabends und sonntags von 15 bis 17 Uhr zu sehen oder nach telefonischer Vereinbarung unter (03 92 93)5 05 16.