Oschersleben l Die öffentliche Veranstaltungen hatte die Kreisverwaltung in der Puschkinschule in Oschersleben ausgerichtet. Im Podium saßen Jürgen Fritzenkötter (FDP), Doreen Hildebrandt (Linke), Anja Reinke (Einzelkandidatin), Steffen Schroeder (AfD), Martin Stichnoth (CDU) und Vinny Zielske (SPD).

Das Themenfeld, das in dem gut zweistündigen Forum angesprochen wurde, war breit gefächert. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es unter anderem um das Thema Demografie und Abwanderung im Landkreis Börde. Für Anja Reinke müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass auch wieder mehr Kinder geboren werden. Und dazu gehören für sie unter anderem auch gut bezahlte Jobs in der Region.

Zweistündige Veranstaltung

Auch für Steffen Schroeder steht eine ordentliche Familienpolitik an oberster Stelle, um einer Abwanderung junger Leute entgegenzuwirken. Martin Stichnoth setzt auf eine höhere Attraktivität des ländlichen Raums durch Bauplätze, eine gute Infrastruktur, schnelles Internet und Kitas und Schulen.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt, eine funktionierende Infrastruktur sowie der Zusammenhalt in den Gemeinden – all das würde für Jugendliche zählen, um in der Region zu bleiben, zitierte Doreen Hildebrandt eine Umfrage. Daher setze sie auch auf diese Punkte, um der Überalterung und Abwanderung entgegenzuwirken.

Ähnlich wie die anderen Kandidaten sieht es auch Jürgen Fritzenkötter. Für ihn ist wichtig, dass es in den Dörfern eine Schule gibt. Dies halte Familien im Ort. Auch Einkaufsmöglichkeiten und eine ärztliche Versorgung seien sehr wichtig vor Ort.

Viele verschiedene Themen

Vinny Zielske brachte auch Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten ins Spiel, um einer Abwanderung entgegenzutreten.

Als möglicher Landrat oder Landrätin wären die Kandidaten zuallererst Chef der Verwaltung. Wie hier ihre Vorstellungen aussehen, wurde im Forum auch thematisiert. Hier stehen für die Kandidaten die Punkte Bürgerfreundlichkeit und eine Verwaltung als Dienstleister für die Einwohner im Mittelpunkt. Aufgaben, die in der Fläche erfüllt werden müssen, sollten auch in der Fläche erfüllbar sein.

Attraktivität der Region stärken

Auch beim Thema Schülertransport und lange Fahrwege für Schüler waren sich die Kandidaten weitgehend einig. Getreu dem Motto kurze Wege für kurze Beine sprachen sich alle dafür aus, zu prüfen, inwieweit Fahrzeiten für Schüler verkürzt werden können.

Auch bei der Frage nach einer finanziellen Entlastung der Kommunen herrschte Konsens im Podium. Um die Kommunen über die Kreisumlage nicht weiter zu belasten, sondern sie eher noch zu entlasten, solle auch das Land mehr in die Pflicht genommen werden – durch eine Änderung der Zuweisungen beziehungsweise durch eine korrekte Refinanzierung von an den Landkreis übertragenen Aufgaben.

Egal, wer von den sechs Kandidaten Landrat oder Landrätin wird, das Thema Gartenfeuer scheint wieder auf den Tisch zu kommen. Auf eine entsprechende Frage waren alle für die Wiedereinführung einer Brennordnung unter bestimmten Voraussetzungen.