Oschersleben l „Mit dem Bau des Wirtschaftsgebäudes und der Schaffung besserer Arbeitsbedingungen signalisiert die Stadt, dass sie sich auch künftig zum Wiesenpark als freiwillige Einrichtung bekannt hat“, sagte Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer am Freitagnachmittag. Anschließend schlug er, wie es die Tradition eines Richtfestes verlangt, den letzten Nagel in das Dachgebälk.

Der Leiter des Wiesenparks, Björn Löffler, machte unterdessen auf die Wichtigkeit dieses langersehnten Gebäudes aufmerksam. Es würde sich neben den Arbeitsbedingungen auch die Wirtschaftlichkeit verbessern. So gebe es auf insgesamt 130 Quadratmetern endlich neben einem richtigen Büro dann auch einen Sanitärtrakt mit für Frauen und Männern getrennten Umkleide- und Duschbereichen. Auch hob er die zentralen Lage des neues Gebäudes im Mittelfeld des Tiergeheges hervor.

Geld immer wieder gestrichen

In Sachen Wirtschaftlichkeit erklärte der Wiesenparkleiter, dass künftig mit Holzpellets geheizt werde. „Das kostet uns im Jahr nur noch 500 Euro“, sagte Löffler. Das alte Wirtschaftsgebäude in Barackenbauweise sei dagegen bis heute ungedämmt und werde teuer mit Nachtspeicheröfen beheizt.

Der Ruf nach einem neuen Wirtschaftsgebäude wurde schon vor Jahren laut. Mehrmals wurden bereits dafür eingestellte Mittel ersatzlos aus dem Oschersleber Haushalt gestrichen. Vor zwei Jahren hatte die Studentin für Bauwesen, Kathrin Schmidt, ihre Masterarbeit über den geplanten Neubau eines Wirtschaftsgebäudes für den Wiesenpark geschrieben. Damit bekam die Stadt Planungsleistungen zugearbeitet. Weitere Planungsleistungen hatte die kommunale Wohnungsgesellschaft Bewos sowie der Wiesenparkförderverein übernommen. Insgesamt hat die Stadt für das Vorhaben 220 000 Euro eingestellt. Mitglieder des Vereins wollen auch die Malerarbeiten für den Innen- sowie den Außenbereich übernehmen. Das neue Gebäude soll noch in diesem Jahr bezogen werden.