Hadmersleben l Die Erleichterung darüber, dass der Sporthallenneubau endlich starten kann, ist wohl vor allem Matthias Schuffert und Michael Hoffmann ins Gesicht geschrieben. Der TSV-Chef und sein Schatzmeister rudern seit Ende 2012 und erst recht seit 2017, um den Sporthallenneubau voran zu bringen. Viele Unwegsamkeiten galt es aus dem Weg zu räumen, mussten die Ehrenamtler in die Rolle des Bauherren erst einmal hinein wachsen. Doch sie wussten den Hadmersleber Ortschaftsrat mit Ortsbürgermeister Hans-Ullrich Göllner, der genau wie Urban Jülich (CDU) im Oschersleber Stadtrat sitzt, hinter sich.

Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos), Stadtverwaltung und auch Stadtrat halfen bei der Antragstellung der Fördermittel und gaben schließlich noch vor der Sommerpause des Stadtrates ihre Zustimmung, die Zuschüsse der Stadt zum Bauvorhaben des TSV zu erhöhen. Nach der Ausschreibung, die 500.000 Euro höhere Baukosten zutage brachte, legte das Land auch bei den Fördermitteln nach, wie ebenso der TSV seinen Eigenanteil erhöhte. „Man darf aber auch nicht vergessen, dass die ersten Kostenkalkulationen bereits vier Jahre alt sind“, wirft Urban Jülich ein.

2,6 Millionen Euro werden investiert

Die Finanzierung der nunmehr 2,6 Millionen Euro teuren Sporthalle ist gesichert, jetzt kann das Bauen losgehen. „Da das Bauprojekt in seiner Gesamtheit ausgeschrieben wurde, steht die Bausumme endgültig fest und es können keine ‚bösen‘ Überraschungen mehr auftreten“, erklärt Bernd Rößler, Leiter Marketing/Vertrieb Stahlbau Staßfurt als Lieferant der Halle. Grundlage der neuen Zwei-Feld-Sporthalle ist eine Stahlkonstruktion. In Sandwich-Bauweise wird die von Harald Bohndorf geplante Halle errichtet. Im Sommer 2019 soll sie fertig sein. Für eine Stahlkonstruktion habe man sich auch entschieden, da der Baugrund sich als nicht ganz einfach erwies. Die Konstruktion sei leichter als die Bauweise Stein auf Stein. Neben dem teilbaren Spielfeld entstehen Sanitär- und Umkleideräume sowie ein Schulungs- und Geschäftsraum. Endlich habe der TSV Hadmersleben dann eine feste Vereinsanschrift.

Die Teilung des Spielfeldes ermögliche den Trainingsbetrieb auf zwei Flächen. Während in den Vormittagsstunden Grundschüler und Kita-Kinder sportlich auf ihre Kosten kommen, stellt der Belegungsplan für den Trainingsbetrieb der 250 TSV-Sportler, die allein 10 Fußballmannschaften angehören, eine Herausforderung dar. Trainieren wollen auch die Tischtennis-Spieler, Volleyballer, Leichtathleten, Gymnastikfrauen und die Kindersportler. „Vielleicht gelingt es uns ja jetzt, künftig auch Badminton anzubieten“, meinen Matthias Schuffert und Michael Hoffmann.

„Für die Stadt Oschersleben, die rund 400.000 Euro beisteuert und jährlich einen Betriebskostenzuschuss von 40.000 Euro zahlt, ist es gut angelegtes Geld“ ist sich Bürgermeister Benjamin Kanngießer sicher. Dass sieht er nicht nur in finanzieller Hinsicht. Kinder und Jugendliche, die im Sportverein aktiv seien, erlernen Tugenden wie Fairness oder Gemeinschaftssinn. Die neue Sporthalle von Hadmersleben habe aber nicht nur eine große Außenwirkung allein für diesen Ort. Auch die Klein Oschersleber, Peseckendorfer und Groß Germersleber Sportler und Bürger werden davon sportlich profitieren können.