Fortsetzung für Sanierungen 2012

Neue Anträge für Gotteshäuser

Von Yvonne Heyer

Das vergangene Jahr war im Sülzetal auch von einer regen Bautätigkeit an den Kirchen geprägt. Noch sind nicht alle baulichen Probleme gelöst, werden und wurden neue Projekte angeschoben, wie aus dem Kirchspiel "Im Sülzetal" zu erfahren ist.

Sülzetal l Kaum war der Winter 2011 vorbei, starteten Sanierungsmaßnahmen an der Sülldorfer Kirche. Hier ging es vor allem um die Trockenlegung des altehrwürdigen Gemäuers. Bis in das Innere des Gotteshauses war die Feuchtigkeit bereits gedrungen. Die Arbeiten wurden von einer Magdeburger Fachwerkstatt für Denkmalpflege ausgeführt. Nicht zum ersten Mal war die Sülldorfer Kirche eine Baustelle. In den vergangenen Jahren konnte im Rahmen mehrerer Bauabschnitte eine Menge unternommen werden, um die kleine Dorfkirche gänzlich vor dem Verfall zu bewahren. So hat die Kirche bereits ein neues Dach bekommen. In einem anderen Bauabschnitt wurde die ehemalige Patronatsloge zur Winterkirche und zum Gemeinderaum umgebaut.

Die weitere Sanierung der Sülldorfer Kirche St. Martin konnte einmal mehr in Angriff genommen werden, weil es gelang, Fördermittel aufzutreiben. Wie der zuständige Pfarrer Raimund Müller-Busse berichtet, waren die Anträge an das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) und aus dem LEADER-Programm erfolgreich beschieden worden. Aufgestockt wurden die Fördermittel durch Gelder aus dem Kirchenkreis Egeln und durch Eigenmittel aus dem Kirchspiel "Im Sülzetal". So konnte die Investitionssumme von 90 000 Euro abgesichert werden. Neue Fördermittelanträge sind gestellt, damit die Sanierung weitergehen kann.

Das Jahr 2011 war auch ein wichtiges Jahr für die Altenweddinger Kirche samt eines alten Taufsteines. Dieser bekam im wahrsten Sinne des Wortes wieder ein Dach über den Kopf in der neu geschaffenen Taufkapelle. Für die Taufkapelle war der Eingangsbereich von St. Martin neu gestaltet worden. Dies war übrigens das erste wichtige Vorhaben des in Altenweddingen gegründeten Kirchbauvereins. Im Mai des vergangenen Jahres fand schließlich die erste Taufe in der Taufkapelle statt.

Während die Sanierung der Osterweddinger Kirche St. Lambertus komplett abgeschlossen ist, musste die Sanierung der Orgel dieses Gotteshauses bislang warten. Schon länger spart die Kirchengemeinde, haben zahlreiche Spenden und Sponsoren das Konto für die Orgelsanierung anwachsen lassen. Zudem waren von den Kirchenmusikern Freidburg Unger und Werner Jankowski Benefizkonzerte organisiert worden. Wie Pfarrer Raimund Müller-Busse mitteilt, hat er einen Fördermittelantrag an den Orgelfonds der Landeskirche gestellt. Wird dieser positiv beschieden, könnte es mit der Orgelsanierung losgehen. Gestartet wird in jedem Fall mit der Sanierung der Bahrendorfer Kirche. Hier sind die Aufträge bereits vergeben, im März werden die Arbeiten an Dachstuhl und Dach beginnen.

Für Dodendorf, hier soll eine Winterkirche entstehen, und Altenweddingen, die Sanierung des Bethgesaales soll in Angriff genommen werden, sind Anträge gestellt. "Ob die Antragstellung von Erfolg gekrönt ist, ist vollkommen ungewiss", meint Pfarrer Müller-Busse.