Großalsleben l Es ist der erste Unternehmerstammtisch in der Westlichen Börde – er soll in der Zukunft zu einer festen Tradition werden. Das betont auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Fabian Stankewitz (SPD) bei seiner Rede an die Versammelten. Unter den gut 80 Gästen sind Vertreter alteingesessener Betriebe und Firmen, aber auch Neustarter und mit Andrea Spangenberg sogar eine Ärztin, die ihre Praxis in Ausleben hat.

Dazu gesellen sich die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden oder ihre Stellvertreter, selbst Verbandsgemeinderäte haben den Weg nach Großalsleben gefunden. Kein Wunder, dass selbst die Landratskandidaten Martin Stichnoth (CDU) und Vinny Zielske (SPD) zu dem Termin gekommen sind. Nach einem gemeinsamen Frühstück und der Vorstellung der Amtsleiter der Verwaltung rücken fünf Workshops in den Mittelpunkt des Interesses der Teilnehmer. Dabei wird der Bürgermeister von seinen Amtsleitern unterstützt. Es gibt Ausführungen zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsförderung, Infrastruktur, demographischer Wandel und Brandschutz.

Internetpräsenz erläutert

Auch der Start der neuen Internetpräsenz der Verbandsgemeinde wird ausführlich erläutert. „Dabei geht es uns darum, auch den Unternehmen einen guten Zugang zu gewährleisten“, sagt Bürgermeister Fabian Stankewitz. So sollen diese eine eigene Rubrik auf der Webseite erhalten. Er macht deutlich, dass sich die Verwaltung als Dienstleister für Bürger und Firmen sehe. So soll es künftig vermehrt Angebote wie Regelungen über elektronische Vergabeverfahren und Rechnungsbearbeitungen geben. Angesichts des demographischen Wandels sei es wichtig, Mitarbeiter sozial zu verankern. Das beginne schon mit Angeboten von Kindertagesstätten und Schulen und gehe weiter über Vereine sowie den Barriereabbau in Städten und Gemeinden.

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„Die Erreichbarkeit von Ärzten für ältere Leute ist da ein weiterer Punkt“, erklärt Stankewitz. „Die Attraktivität der Westlichen Börde für junge Menschen ist ebenfalls sehr wichtig. Dazu gehören Lehrstellen.“ Diesem Erfordernis stelle sich auch die Verwaltung. Zudem wolle man auf die Region aufmerksam machen, so durch den Besuch von geeigneten Messen.

So wird auch erläutert, welche Vorteile Unternehmen von Mitarbeitern haben, die sich im Brandschutz engagieren. „Wir müssen unsere Wehren einsatzfähig halten“, betont der Bürgermeister. „Das kommt aber auch den Firmen zugute, so bei Hilfeleistungen, Katastrophenschutz und Bränden.“ Die Workshops bieten an diesem Tag viel Information. Die Unternehmer stellen Fragen, bekommen Antworten und es entwickeln sich themenbezogene Diskussionen. Dabei können die Amtsleiter so manchen Hinweis aufnehmen, da auch Probleme angesprochen werden.

Positives Resümee gezogen

Der anstehende Breitbandausbau in der Westlichen Börde wird allgemein sehr begrüßt, da es etliche Firmen gibt, die sich durch das schnelle Internet Wettbewerbsvorteile erhoffen. „Das wurde mir auch so in Gesprächen bestätigt“, sagt Stankewitz, der damit die Arbeit im Verbandsgemeinderates bestätigt sieht. Auch Flächennutzungspläne, Bebauungspläne und Vorgaben des Denkmalschutzes werden von den Gästen abgefragt. Stankewitz zieht ein positives Resümee: „Der erste Neujahrsempfang ist gut angekommen. Die Teilnehmer haben ihre Bereitschaft geäußert, auch künftig mit uns in Kontakt zu bleiben. Der Unternehmerstammtisch ist ein gutes Fundament dafür.“

Die Verwaltung hat die Vorbereitungen zu dem Treffen bereits im November und Dezember 2017 aufgenommen. Dazu wurden so gut wie alle Unternehmer eingeladen. „Trotz des Blicks in das Gewerberegister sind uns wohl einige durchgegangen“, sagt Fabian Stankewitz. „Etliche haben sich nach der Vorankündigung in der Volksstimme selber gemeldet.“

Er sei auch den Mitarbeitern der Verwaltung sehr dankbar. „Die Arbeit an einem Sonnabend ist da nicht alltäglich. Dank der Unterstützung haben wir uns als guter Gastgeber entpuppt und auch die Amtsleiter waren sehr gut auf die anstehenden Themen vorbereitet.“