Oschersleben l In exklusivem bordeauxrot-metallic schillert das Opel Astra G Cabrio von Bea Ruhl in der Sommersonne. Die Motorhabe ist mit Samt überzogen, genau wie die Innenausstattung. Das Logo der Opelanerin glänzt an beiden Türen und findet sich auf den Sitzbezügen wieder – und sogar auf ihren Klamotten. Überhaupt strahlt der Wagen ein ganz besonderes Flair aus.

„Ich bin schon das 13. Mal hier auf dem Opeltreffen in Oschersleben. Aber erst das zweite Mal stelle ich meinen Schatz für den ‚Show and Shine‘-Wettbewerb aus“, erzählt die junge Frau, die extra aus Fulda angereist ist. Im vergangenen Jahr brachte sie zwei Pokale mit nach Hause. „Wie es dieses Jahr ausgeht, kann ich nicht sagen. Die Konkurrenz ist hart“, erzählt sie weiter. Immerhin habe sie seit dem letzten Opeltreffen viel an ihrem Wagen geschraubt und verändert. So spendierte Bea Ruhl ihrem Auto beispielsweise neue Felgen und Bremsbeläge in der Farbe gold. Vor allem seien es die verrückten Menschen, weswegen es die junge Frau jedes Jahr aufs neue in die Börde zieht. „Hier herrscht immer gute Stimmung und ein sehr gutes Miteinander. Alle sind sehr offen“, resümiert die Opelanerin.

Ausfahrt zum Schiffshebewerk

Nur wenige hundert Meter weiter drängen sich klassische Wagen auf dem Alt-Opel-Treffen. Mit besonders auffälligen Rundungen sticht der Opel GT AL von Achim Kümmeth hervor. Das erste Mal ist er aus dem fränkischen Fladungen angereist, habe jedoch schon dutzende anderer Opeltreffen besucht. Seinen schnittigen Renner aus dem Baujahr 1971 fährt der Fan bereits seit 26  Jahren. Dutzende von Pokalen habe er damit abgeräumt, so zum Beispiel in der Kategorie „Schönstes Auto“.

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„Das macht richtig Spaß hier. Ich werde das nächste Mal wieder kommen“, sagt Achim Kümmeth. Das Beste an diesem Wochenende, immerhin dem weltgrößten Opel-Treffen, sieht er in den Ehrenrunden, die die Bastler mit ihren Boliden über den Platz drehen. „Das finde ich total klasse, genau wie die tollen Typen hier“, sagt der GT-Fahrer und wendet sich dann eiligst ab. Viel Zeit bleibt nun nämlich nicht mehr, um an der Ausfahrt durch die sonnenverwöhnte Magdeburger Börde teilzunehmen. In diesem Jahr steht die Besichtigung des Schiffshebewerkes Rothensee auf dem Programm.

Nicht weit vom Festzelt sorgen Qualm und Action auf dem Burnout-Platz für beste Unterhaltung. Unter anderem sind es dänische Opel-Enthusiasten mit starker Frauen-Power, die den Funcar-Contest mit ihrem umgebauten Astra gewinnen wollen. Außerdem zeigt Newcomer „Krake“ schnelle Full-Bournouts. Am Ende werden ihn die Zuschauer zum Sieger küren.

Neues Logo für das Jubiläumstreffen 2020

Auch der schwarze Asphalt auf der Rennstrecke glüht ununterbrochen. Beim Achtelmeile-Wettbewerb duellieren sich Teilnehmer aus Nah und Fern. Mit lautem Motorgebrüll gleich knallenden Donnerschlägen tut sich Marcel Gouma mit seinem stark modifizierten und extrem leistungsstarken Opel Corsa B hervor. Am Ende wird er die Siegerukunde entgegennehmen. Nebenan zeigen echte Profis am Steuer in Driftshows Fahrzeugbeherrschung pur.

Bereits am Freitagabend rockten opelbegeisterte Damen die Bühne des Festzeltes zur „Miss Opel Wahl“. Am Ende konnte Lena Meyer aus Lübeck die Menge für sich gewinnen. Mit dem traditionellen Höhenfeuerwerk wurde der Sonnabendabend zu einem weiteren Highlight und eine ausgelassene Opel-Festival-Woche gekrönt.

Wie Arena-Sprecher Markus Specht der Volksstimme sagte, wurde bereits ein neues Logo vorgestellt und das Treffen offiziell in „Opelsleben“ umgetauft. „Damit wird ganz sicher der Weg zum Jubiläumstreffen 2020 bereitet, zu dem es dann heißt: „Opelsleben: Ein viertel Jahrhundert Opel-Treffen.“