Oschersleben l Zum 37. Mal werden auch in diesem Jahr Teams mit ihren selbstgebauten Wasserfahrzeugen die Bode hinunter schippern. Damit auch recht viele Mannschaften ihre Teilnahme melden, ist am Dienstag kräftig die Werbetrommel gerührt worden. So haben neben Marie Schinkel, Christiane Klare und Sylvia Frehde von der Stadtverwaltung auch Nicole Strauß, Stefanie Schulze und Steffen Körtge vom Ambulant Betreuten Wohnen „Kontra“ beziehungsweise der Tagesstätte „Plan B“ des DRK am Ufer der Bode Aufstellung genommen. „Wir wollen heute gemeinsam dazu aufrufen, mit selbst gebastelten Booten am Boderennen teilzunehmen“, erklärte Nicole Strauß. Nicht nur Vereine und Privatpersonen könnten mitmachen. Ausdrücklich werden auch Unternehmen genannt, die sich mit den anderen Teams messen können.

Allerdings wird die Veranstaltung in diesem Jahr nicht wie gewohnt im Rahmen des Stadtfestes über die Bühne gehen. Das hat mehrere Gründe. Wegen der Trockenheit im vergangenen Jahr führte der Fluss so wenig Wasser, dass einige Teams ihre Teilnahme absagen mussten. Für deren Boote führte die Bode einfach zu wenig Wasser. Nun hoffen die Organisatoren mit der Verschiebung auf den 1. September, dass dann genug Wasser unter den Kielen sein wird.

Pläne für die Boote

So werde das Event in diesem Jahr dem Wiesenparkfest angeschlossen – auch in der Hoffnung, dass recht viele Boote ihre Teilnahme melden. Dabei ist der Fantasie keine Grenze gesetzt, „die Bootsbauer können ihren Ideen freien Lauf lasen“, betonte Marie Schinkel von der städtischen Kulturabteilung.

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„Auch wir haben bereits damit begonnen, die Pläne für unser Boot zu schmieden“, lässt sich Nicole Strauß, Leiterin der Tagesstätte „Plan B“, ungern in die Karten schauen. So wollte sie denn zur Konstruktion ihres Wassergefährtes nicht noch mehr verraten. Dafür ließ sie durchblicken, dass ihre Mannschaft in diesem Jahr von der kommunalen Wohnungsgesellschaft Bewos unterstützt werden wird.

Zusammenarbeit mehrerer

„Wir arbeiten in vielen Dingen zusammen. Beispielsweise baut die Bewos derzeit die alte Stadtbäckerei aus, in der das DRK nach Fertigstellung einziehen wird. Da kam die Idee der Zusammenarbeit“, sagte Bewos-Geschäftsführer Thomas Harborth auf Volksstimme-Nachfrage. Wie genau die Zusammenarbeit für das Boderennen aussehen wird, müsse noch im Detail geklärt werden. „Fest steht jedoch, dass wir beim Bootsbau unterstützen werden und ich dann auch aktiv mitfahren werde“, verriet der Bewos-Chef.

Doch ob auch in diesem Jahr der so genannte Ratskahn der Stadtverwaltung zu Wasser gelassen werden kann, ist bisher unklar. Laut Sylvia Frehde und Christiane Klare weist das Boot einige Schäden auf, die erst noch behoben werden müssten. Wie stark diese sind, müsse erst noch festgestellt werden.

Ort bleibt unverändert

Das Datum ist neu, der Austragungsort bleibt allerdings unverändert. So werden die Wassergefährte an der Brücke in der Großalslebener Straße starten und dann flussab bis zum südlichen Ende des Wiesenparks fahren.

Gewinner ist jene Mannschaft, die sich mit dem ausgefallensten Gefährt in die Fluten stürzt. Darüber wird am Ende eine Jury entscheiden. „Auch hierfür suchen wir Leute, die mitmachen wollen“, sagte Marie Schinkel.

Zum Boderennen gehört auch das Entenrennen. Die nummerierten Plastiktierchen werden also auch dieses Mal flussabwärts trudeln. Die Nummern der schnellsten Enten gewinnen am Ende Preise. Passend zum 1025. Geburtstag der Stadt Oschersleben werden in diesem Jahr genau 1025 Enten zu Wasser gelassen.

Anmeldungen sind möglich bei der Tourist-Information Oschersleben, Hornhäuser Straße 5, oder unter folgender Telefonnummer: 03949/912205.