Oschersleben l Die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses des Stadtrates haben bei ihrer Sitzung am Dienstag im Rathaussaal mit einstimmigen Beschlüssen finanzielle Zuschüsse für die Rennsportgemeinschaft Oschersleben, zur Förderung der Arbeit des Jugendzirkusprojektes des AWO-Kreisverbandes und die Telefonseelsorge Dessau auf den Weg gebracht.

Demnach hat der Kultur- und Sozialausschuss beschlossen, die Rennsportgemeinschaft Oschersleben in diesem Jahr mit 2000 Euro bei der Anschaffung von zwei neuen Karts zu unterstützen. „Bei Stadtfesten unterstützt uns dieser Verein sehr“, sagte Christine Klare, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienstleistungen in der Oschersleber Stadtverwaltung. „Was die Rennsportgemeinschaft Oschersleben für die Stadt Oschersleben leistet, ist hoch anzuerkennen. Deshalb werden wir dem Antrag zustimmen“, verdeutlichte Ausschussmitglied Rüdiger Breier (CDU).

Die Rennsportgemeinschaft Oschersleben um ihren Vorsitzenden Dennis Lipska existiert seit 1996 und hat in den vergangenen Jahren bei der Kinder- und Jugendarbeit deutlich zugelegt, hieß es in der Beschlussvorlage. Von den zurzeit im Verein organisierten 18 Mitgliedern sind 13 unter 18 Jahre alt. Die Rennsportgemeinschaft nimmt an Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften teil und trägt regelmäßig die Landesmeisterschaften in Oschersleben aus. Die Karts seien in die Jahre gekommen, so dass sich der Verein entschlossen habe, zwei neue Flitzer zu kaufen. Die wegen der Corona-Pandemie zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer sei dazu ein weiterer Anreiz, teilte Lipska im Antrag für den Zuschuss mit. Der Kauf der beiden Karts koste fast 9000 Euro. Neben dem Zuschuss der Stadt von 2000 Euro käme Geld von Sponsoren und Privatleuten zum Einsatz, um die Anschaffung finanzieren zu können. Im Haushalt der Stadt Oschersleben wurden für 2020 im Sportbereich Ausgaben von insgesamt 82 000 Euro eingeplant.

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Der Kultur- und Sozialausschuss machte weiterhin den Weg für eine Förderung des Jugendzirkusprojektes des AWO-Kreisverbandes, besser bekannt als Awolinos unter der Leitung von Jens Klamm, frei. Die Stadt Oschersleben will das Projekt im Jahr 2021 bei den notwendigen Sach- und Personalkosten mit 3500 Euro unterstützen.

Das Angebot des Mitmachzirkus erfreue sich seit Jahren größter Beliebtheit, die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich dabei in ihrer Freizeit betätigen, wachse stetig, hieß es in der Begründung des Beschlusses. Nicht nur das wöchentliche Training werde gut angenommen, auch die Feriengestaltung sei zu einer konstanten Größe geworden. Die Auftritte und Darbietungen des Jugendzirkus seien in Oschersleben und weit über die Stadtgrenzen hinaus sehr beliebt.

Weiterhin will die Stadt Oschersleben auch im kommenden Jahr die Arbeit der Telefonseelsorge Dessau finanziell unterstützen. Die Notruftelefone würden von ehrenamtlichen Helfern jeden Tag 24 Stunden lang betreut und stehen auch den Einwohnern der Stadt zur Verfügung, hieß es in der Beschlussvorlage, die den Mitgliedern des Kultur- und Sozialausschusses zur Abstimmung vorlag. Die Telefonseelsorge Dessau mit ihren Außenstellen in Wittenberg und Wernigerode gehöre nach den Worten ihres Leiters Andreas Krov-Raak „als niedrigschwelliges Beratungsangebot zum sozialen Netz in Mitteldeutschland und stellt ein unverzichtbares Mittel der Krisenprävention und Krisenintervention dar“. 75 ehrenamtliche Mitarbeiter halten sich nach seinen Angaben jährlich 8760 Stunden täglich von 0 bis 24 Uhr am Notruftelefon bereit und haben im Jahr 2019 mehr als 11.000 Gespräche mit Menschen auch aus Oschersleben geführt, die in schwierigen Lebenssituationen nach Rat suchten.

„Gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten hat die Telefonseelsorge für die Menschen, die Rat suchen, eine große Bedeutung“, sagte Fachbereichsleiterin Christiane Klare aus Sicht der Stadtverwaltung. Der Ausschuss stimmte dem von der Telefonseelsorge beantragten Zuschuss von 500 Euro zu.

Die Auszahlung der Zuschüsse für das Jugendzirkusprojekt Awolino des AWO-Kreisverbandes und die Telefonseelsorge Dessau im kommenden Jahr könne aus Sicht der Stadt erst erfolgen, wenn die Kommune für das Jahr 2021 über einen genehmigten Haushalt verfüge.

Die Stadt hat in ihrem Etat für soziale Zwecke für das 2021 insgesamt 7000 Euro eingeplant.