Oschersleben l Der Friedensplakatwettbewerb der Lions International wurde bereits 1988 ins Leben gerufen. Alljährlich nehmen etwa 350 000 Kinder aus 65 Ländern daran teil. Schulkinder zwischen 11 und 13 Jahren haben mit dem Wettbewerb die Gelegenheit, ihre Gefühle zum Thema Frieden kreativ auszudrücken.

In Oschersleben und Umgebung organisieren die Frauen des Lions-Clubs „Die Börde“ den Friedensplakatwettbewerb und damit die Zusammenarbeit mit den Schulen. Eine solche besteht seit 2011 mit dem Oschersleber Gymnasium.

Brief hat Grundstein gelegt

„Ein Brief des damaligen Abiturienten Robert Brandt hat den Grundstein dafür gelegt und uns zum Mitmachen angeregt. So können wir heute zum inzwischen achten Mal den Plakatwettbewerb auswerten“, sagte Kerstin Hädrich von der Schulleitung des Gymnasiums zu Beginn der Abschlussveranstaltung in der Aula der Schule.

Hierher waren auch Nadine Hampel, Tanja Brandt und Präsidentin Gertrud Mosch des Lions-Clubs „Die Börde“ gekommen. „Wir pflegen bewusst die Tradition des Friedensplakatwettbewerbs. Aus einem weißen Blatt Papier entstanden dieses Mal über 100 Plakate der Freundlichkeit“, so Hädrich.

Wunsch nach mehr Hilfsbereitschaft

Schüler der vier sechsten Klassen haben sich mithilfe ihrer Lehrer Marion Giffey, Martina Stansky, Viola Malkowski, Gabriele Krug, Ulrike Engelmann und Volker Malkowski am Wettbewerb beteiligt. Das Motto des zu Ende gegangenen Plakat-Wettbewerbs 2018/2019 hieß „Freundlichkeit zählt“ und passt damit sozusagen ideal zum aktuellen Schuljahresmotto „Wenn du die Wahl hast zwischen Recht haben und freundlich sein, wähle die Freundlichkeit!“.

Ehe die Lions-Damen zwei Schülerinnen auszeichneten, gestalteten Schüler der 6. bis 12. Klassen mit Gedichten in verschiedenen Sprachen oder als Mitglied der Orchesterklasse ein Programm. So las Juliane Wesemann die Geschichte von Sadako Sasaki vor, die zehn Jahre nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima an Leukämie starb. In einer japanischen Legende heißt es, dass derjenige einen Wunsch frei hat, der 1000 Papierkraniche faltet.

Freunde für inneren Frieden

Sadako begann zu falten, obwohl sie schon sehr schwach war. Das damals zwölfjährige Mädchen schaffte mehr als 500, ehe sie starb. Drei Jahre nach ihrem Tod, 1958, wurde ihr in ihrer Heimatstadt ein Denkmal gesetzt, ein Kinder-Friedensdenkmal eingeweiht. Japanische Schüler hatten die Idee und schickten eine Botschaft in die Welt: Kein Kind sollte mehr sterben müssen weil Erwachsene entscheiden, Atombomben zu werfen.

Schließlich trat Gertrud Mosch an das Mikrofon, um endlich das Geheimnis um die Sieger zu lüften. Zuvor berichtete die Präsidentin des Lions-Club Die Börde Oschersleben, dass der Club 31 Mitglieder hat. Die Frauen engagieren sich für den guten Zweck, viele Aktivitäten sind darauf gerichtet, Kindern eine Freude zu machen. Gertrud Mosch und Tanja Brandt ehrten Alina Willitzki und Cécile Marie Kiehne, die das Thema Freundlichkeit am besten umgesetzt haben. Auch für den Förderverein der Schule hatten die Lions eine Spende mitgebracht.