Langenweddinger Feuerwehrleute ziehen Bilanz zum Jahr 2012 - Viele Aufgaben bleiben für 2013

Pumpe läuft wieder, aber der Schlauchturm braucht dringend eine Generalüberholung

Von Constanze Arendt-Nowak

Viel haben die Langenweddinger Wehrleute unter der neuen Führung von Maik Schneemann und Mirko Lehmann 2012 erreicht. Neben Ausbildung und Einsätzen erwiesen sie sich auch als Raumgestalter. Dem Schlauchturm konnten sie bisher nicht helfen.

Langenweddingen l Wenn die Sirene oder der Pieper ertönen, dann sind die Langenweddinger Feuerwehrleute gefragt und präsent. Zwölfmal waren sie im vergangenen Jahr da, um das Hab und Gut der Langenweddinger zu schützen oder sie vor größerem Schaden zu bewahren. Drei Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen stellten sich dabei allerdings als Fehl- alarme heraus. Außerdem mussten vier Brände gelöscht, einmal das Osterfeuer endgültig zum Erlöschen gebracht, zwei Ölspuren beseitigt, einmal ausgelaufene Flüssigkeit aufgenommen und einmal ein Fallrohr, das herabzustürzen drohte, entfernt werden.

Doch auch wenn die Sirene nicht heulte, strebten die Kameraden zum Langenweddinger Feuerwehrgerätehaus. Das ging am Sonnabend aus dem Rechenschaftsbericht des Ortswehrleiters Maik Schneemann hervor. Neben der intensiven Ausbildung, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, haben die Feuerwehrleute manche Stunde genutzt, um ihr Gerätehaus auf Vordermann zu bringen.

Sorgenkind der Langenweddinger bleibt dabei der Schlauchturm. Wie sich 2012 herausstellte, ist er nicht nur von außen sanierungsbedürftig, sondern auch die Holzkonstruktion innen marode. Zurzeit heißt für die Kameraden "Betreten verboten", zumindest oberhalb der Treppe. "Da wir den Turm im Inneren auch für unsere Ausbildung nutzen, sollten wir zusammen mit der Gemeinde nach einer Lösung suchen, um ihn wieder nutzbar zu machen", formulierte Maik Schneemann während der Jahreshauptversammlung einen Wunsch für dieses Jahr. Hoffnung wird auch für den Außenputz des Turmes geschürt. Auch hier ist eine größere Baumaßnahme notwendig, einfach die Löcher im Putz zu schließen, reicht nicht mehr aus, um größere Schäden für das Mauerwerk abzuwenden. "Wir hoffen, unseren Turm retten zu können, schließlich gehört er zur Wehr und zum Ortsbild von Langenweddingen", so Schneemann weiter.

Mehrere Räume des Feuerwehrhauses bekamen dank frischer Farbe ein neues Antlitz und auch die Umrandung der Waschplatte wurde neu gestaltet. Doch die Reihe der Wünsche weist noch immer einiges auf, so beispielsweise einen neuen Fußbodenbelag für den Raum der Jugendfeuerwehr.

Wenn jedoch wichtige Geräte, die beim Einsatz gebraucht werden, den Geist aufgeben, muss schnell gehandelt werden. Dem Ortswehrleiter war es deshalb ein Bedürfnis, seinen Dank in Richtung Gemeinde zu schicken, die trotz knapper Kassen den defekten Stromerzeuger und die defekte Pumpe schnell reparieren ließ.

Doch was ist, wenn im Ernstfall zwar die Technik einsatzbereit ist, aber kein Fahrer das Fahrzeug zum Einsatzort fahren kann und zudem auch noch ein Maschinist fehlt? Die Langenweddinger Feuerwehr hat das im vergangenen Jahr erlebt. Kurzfristig gab es zwar Lösungen, aber langfristig auch zwei Überlegungen. Es werden mehr Fahrer und Maschinisten gebraucht. Maik Schneemann räumte in seinem Jahresbericht zwar ein, dass die Problematik der fehlenden Fahrer nur schwer zu lösen sein wird, aber in puncto Maschinisten nur eine Vorschrift im Wege steht. "Warum darf nur derjenige den Maschinisten-Lehrgang besuchen, der einen Führerschein hat?" fragte er und forderte, dass sich die Bürgermeister beim Landkreis für die Ausbildung von Maschinisten stark machen mögen.