Ausleben/Warsleben l Den zahlreichen Zuschauern, unter ihnen auch Landrat Hans Walker, wurde hochkarätiger Sport geboten. Der Auslebener Reitverein um seinen Vorsitzenden Uwe Beitel hatte sich in diesem Jahr entschlossen, das Konzept des Turniers zu überarbeiten. So war es erstmals ein reines Springturnier, bei dem in allen Schwierigkeitsklassen von der Einsteigerklasse bis zur mittelschweren Klasse reiterliches Können geboten wurde. Bei dem großen Starterfeld erfolgte der Start schon recht früh. Die erste Prüfung begann bereits um 7 Uhr am ersten Turniertag.

Als am späten Nachmittag des zweiten Tages mit dem Mannschaftsspringen der Klasse A das Wettkampfwochenende zu Ende ging, waren viele erschöpfte und doch glückliche Gesichter zu sehen. Die hochsommerlichen Temperaturen am Sonntag forderten ihren Tribut nicht nur bei Pferden und Reitern, sondern auch bei den zahlreichen Helfern. Gerade sie, die oft im Hintergrund agieren, Kuchen backen, für den Kontakt der Meldestelle mit dem Richterturm sorgen oder immer in Windeseile heruntergefallene Stangen wieder auf die Hindernisse legen sowie den Parcours umbauen, tragen maßgeblich zum Erfolg und damit zum guten Ruf des Turniers bei.

Führzügelwettbewerb der Jüngsten

Ein weiterer Erfolgsgarant sind die Sponsoren. „Ohne sie könnten wir ein Turnier in dieser Größenordnung nicht mehr durchführen“, war von einem zufriedenen Vereinsvorsitzenden Uwe Beitel zu hören. Sichtlich zufrieden waren auch die Wertungsrichter. In Warsleben sei nicht nur das Ambiente bemerkenswert. Es sei auch fairer Sport zu sehen gewesen, schätzten diese ein. Mit Argusaugen wachten sie vom Richterturm über umgefallene Hindernisse und stellten die Reiter-Pferd-Paare dem interessierten Publikum vor.

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Wie viel Spaß diese Arbeit macht, war besonders Kathy Schreiber beim sogenannten Führzügelwettbewerb der Jüngsten deutlich anzumerken. Sie stellte die Nachwuchsreiter mit ihren Pferden einzeln vor und erläuterte, worauf es bei diesem Wettbewerb, der für viele der Einstieg in den Turniersport ist, ankommt.

„Die jüngsten Reiter werden dabei mit ihrem Pferd noch von einer Person geführt und es gilt zu zeigen, dass sie in Schritt und Trab mit ihrem Vierbeiner ein Team sind“, erläuterte sie. Kathy Schreiber lobte die Nachwuchsreiter und beim Verteilen der Schleifen für die Sieger und Platzierten sah man nicht nur leuchtende Kinderaugen, sondern auch glückliche Eltern.

Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Beim wöchentlichen Training und der Vorbereitung mit ihrem Vereinschef hatten sich die Auslebener Reiter für ihr eigenes Turnier auch in sportlicher Hinsicht viel vorgenommen. Vom Führzügelwettbewerb mit der Platzierung von Paul Heidebroek auf seinem Pony Daisy bis hin zum zweiten Platz von Luisa Rothämel mit „Dou Desperados“ in der Springprüfung der Klasse M, waren in allen Schwierigkeitsklassen Auslebener Reiter unter den Siegern und Platzierten.

Das zeigt deutlich, dass die Nachwuchsarbeit im Verein Früchte trägt. „Nach unserem eigenen Turnier werden wir uns nun den Wettbewerben in der näheren und weiteren Umgebung stellen und die guten Leistungen verteidigen“, war von einem sichtlich zufriedenen Uwe Beitel zum Abschluss des Turniers in Warsleben zu erfahren.