Gröningen l Symbolisch wurde am Freitag der letzte Nagel in das Gebälk des neuen DRK-Pflegezentrums in Gröningen geschlagen. Und damit konnte das Richtfest für das Gebäude gefeiert werden. Die Richtkrone schwebte hoch über den Köpfen der Gäste des Festes im schönsten Sonnenschein. „Die Krone haben Männer und Frauen unserer Einrichtung „Plan B“ gebunden“, berichtet Ralf Kürbis, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Börde, ehe er zur Tat schritt.

Nachfrage nach Pflegeplätzen wird weiter stei

Rein symbolisch wurde der letzte Nagel in das „Gebälk“ des neuen Alten- und Pflegezentrums geschlagen. Neben Ralf Kürbis walteten auch die neue „Hausherrin“, Nicole Jacobs, und die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes, Rosemarie Kaatz ihres Amtes und versenkten mit gezielten Schlägen den Nagel in den bereit gelegten Balken. Zimmermann Thomas Brammbeer sprach den Richtspruch: „Vernehmt den Spruch aus luft‘ger Höh. Allwo nach altem Brauch ich steh. Hoch leben die Kunst und die Wissenschaft, die Häuser baut und Werte schafft....Ich frag den Bauherrn voller Mut, wie ihm der Bau gefallen tut....?“

Diese Frage hat Ralf Kürbis eindeutig mit Ja beantwortet und sprach von einem qualitativ hochwertigen Gebäude. Zumal der Bau des neuen Pflegezentrums absolut notwendig war und eine große Versorgungslücke schließt. Die aktuell vom DRK betriebene Einrichtung im Schloss Hornhausen kann nicht saniert werden und die Erweiterung des Pflegezentrums am Wiesenpark in Oschersleben um 18 Plätze könne die steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen nicht kompensieren. So wurde ein Neubau in Gröningen geplant. Zu dem Landrat Hans Walker (CDU) sagte: „Es war an der Zeit auch in Gröningen etwas zu tun. Der Bedarf wird weiter steigen, vor allem nach modernen Wohn- und Pflegeformen.“

Das Gröninger Pflegezenrum werde nach neuesten Kenntnissen und Richtlinien der Altenpflege errichtet, erfuhren die Gäste vom Geschäftsführer der PlanKonzept GmbH, Marco Kelle. Das Unternehmen hat den Bau geplant. 60 Einzelzimmer, allesamt mit eigenem WC und Dusche, werden entstehen. Auf rund fünf Millionen Euro werde sich die Investitionssumme belaufen. Erste Planungen gab es bereits 2013, die 2014 intensiviert wurden. Im Dezember 2015 wurde der Bauantrag gestellt, im April dieses Jahres sollte der Bau starten. Durch archäologische Untersuchungen verzögerte sich der Beginn bis zum 20. Juni. Im August sollen die neuen Bewohner einziehen können. Zu ihnen werden die Nochbewohner von Schloss Hornhausen gehören. „Unsere Schützlinge warten schon voller Vorfreude auf den Umzug. Alle Mitarbeiter werden den Umzug begleiten“, berichtete die künftige Leiterin des neuen Hauses, Nicole Jacobs. Die dann größere Einrichtung benötige dann mehr Pflegepersonal. Bereits im Januar sollen die Bewerbungsgespräche beginnen. Schon jetzt gäbe es viele Anfragen für das neue Pflegezentrum.