Gemeinde Ummendorf bastelt an neuer Variante fürs Sanierungsobjekt

Rückzahlplan, um Dorphuus frei zu nutzen

Von Ronny Schoof

Die Gemeinde Ummendorf wird in Sachen Dorphuus voraussichtlich noch etwas tiefer in die Tasche greifen als es der Mehraufwand ohnehin schon nötig macht. Im Raum steht eine frei- willige Rückzahlung von Fördermitteln.

Ummendorf l Im Rahmen der Schulbauförderung wird das Dorphuus mit dem Turnraum für den Schulsport derzeit umfangreich saniert. Dach, Fassade, Böden, Leitungen und Sanitärbereiche erfahren allesamt eine Runderneuerung. Die Entkernung des Gebäudes an der Eilslebener Straße nimmt mehr Zeit und Kosten in Anspruch als zunächst geplant. Darüber informierte Bürgermeister Reinhard Falke. Davon unabhängig, könnte die Gemeinde nochmals finanziell nachlegen, indem sie einen Teil der erhaltenen Fördermittel für die Sanierung zu eigenen Lasten zurückzahlt, um sich auf diese Weise sozusagen ein freies Nutzungsrecht zu erkaufen.

"Hintergrund", erklärt Falke, "ist die hauptsächlich schulische Nutzung der Räumlichkeiten, die mit dem Fördermittelbescheid verknüpft ist. Damit insbesondere die Aula auch für öffentliche Veranstaltungen oder private Zwecke genutzt werden kann, arbeiten wir an einer Variante, die über diese eingeschränkte Nutzung hinaus geht." Vom Land gebe es dafür positive Signale, Voraussetzung wäre jedoch die freiwillige Rückzahlung in noch nicht näher bezifferter Höhe. Der Fördermittelanteil des 700000-Euro-Projekts beläuft sich auf 81 Prozent. "Noch ist nichts sicher, die Entscheidung darüber wird der Gemeinderat treffen", so der Bürgermeister. Man werde sich im Zuge der anstehenden Haushaltsplanung damit eingehend befassen.

Beim zweiten großen Bauprojekt, der Erweiterung der Kindertagesstätte unter Trägerschaft der Verbandsgemeinde Obere Aller, hat es laut Reinhard Falke unterdessen große Fortschritte gegeben: "Nach den Startschwierigkeiten in der Planungsphase läuft es richtig gut. Der Anbau ist winterdicht, der Estrich ist gegossen. Ich schätze, man hat dort gut zwei Monate gewonnen, sodass jetzt schon die Handwerker für den Innenausbau loslegen können."