Wulferstedt l Auch wenn es im Gebäude der Wulferstedter Kindertagesstätte nach Aussagen von Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz weder Probleme mit der Statik noch Schimmel oder ähnliche schwerwiegende Unzulänglichkeiten gibt, sei eine Sanierung erforderlich. Was sich nicht zuletzt aus einem an diesem Fachwerkhaus vorgenommenen Holzgutachten ergeben würde. Und sehr lange sollte nach Meinung der Fachleute damit nicht gewartet werden. „Das Holz wird mit der Zeit auch nicht besser, zumal bei Sanierungsarbeiten in den 90er Jahren Fehler gemacht worden sind“, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, die Träger der Kita ist, während das Gebäude selbst der Gemeinde Am Großen Bruch gehört.

Deshalb hat die Gemeinde auch schon vor längerer Zeit entschieden, die ihr aus dem europäischem Förderprogramm Stark V zur Verfügung stehenden 230.000 Euro in diese Kita-Sanierung zu stecken. Die allerdings nicht reichen. Auch für eine bloße Fassaden-instandsetzung nicht.

„Und wenn an diesem Gebäude gearbeitet wird, dann sollte es doch auch gleich insgesamt bei Erhalt der derzeitigen Kapazität auf heutige Kita-Standards gebracht werden“, sagt Stankewitz. So dass besagte 1,3 Millionen Euro benötigt werden, die Verbandsgemeinde und Gemeinde Am Großen Bruch nun gemeinsam mit Hilfe weiterer Fördermittel zusammenbringen wollen. Weshalb Fördermittelanträge beim Landkreis und beim Land gestellt worden seien.

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„Bis die Entscheidungen über diese Anträge gefallen sind, können wir nichts weiter tun, als abzuwarten“, sagt Fabian Stankewitz, der generell eine Sanierung der derzeitigen Kita einem Kita-Neubau vorziehe. Und das zum einen, um das für das Dorfbild wichtige Gebäude zu erhalten, wie zum anderen auch aus finanzieller Sicht: „Ein Neubau würde etwa zwei Millionen Euro kosten.“

So dass das ganze Projekt derzeit quasi „auf Eis liegt“, wie der Verbandsgemeindebürgermeister sagt und hofft, dass sich Land und Landkreis noch vor den in Dezember geplanten Haushaltssitzungen der Verbandsgemeinde und der Gemeinde Am Großen Bruch äußern. Denn dann würden alle Beteiligten wissen, wieviel Fördergeld zur Verfügung steht und die Räte könnten mit den Haushaltsplänen entscheiden, ob, wann und mit wieviel Geld sie das Sanierungsprojekt finanzieren wollen.