Kroppenstedt l „Wir wollen unser Heimatmuseum auf jeden Fall erhalten.“ Kroppenstedts Bürgermeister Joachim Willamowski gibt sich sehr kämpferisch. Wohl wissend, dass das keine leichte Aufgabe wird, denn das Stadtoberhaupt geht inzwischen davon aus, dass dafür „eine größere sechsstellige Summe“ genötigt wird.

Einen konkreten Betrag zu nennen, wäre nur Spekulation, wie Willamowski sagt und auf den 23. April verweist. „An dem Tag kommt ein Gutachter und sieht sich alles genau an. Danach sind wir sicher schlauer.“

Hohe Kosten erwartet

Eigentlich wollte die Stadt ja in diesem Jahr mit Hilfe des europäischen Förderprogramms Leader in das Museumsgebäude 80.000 Euro für neue Fenster und Fassadenarbeiten investieren. Doch war in Vorbereitung dieser Arbeiten festgestellt worden, dass die Holzbalken im oberen Bereich des historischen Gebäudes brüchig geworden sind und ausgetauscht werden müssen.

„Vor diesem Hintergrund haben wir die geplanten Fenster- und Fassaden-Arbeiten auf Eis gelegt und wollen uns jetzt erst einmal um diese Holzschäden kümmern“, sagt der Bürgermeister, der sich nun mit dem Stadtrat und der Verwaltung der Verbandsgemeinde zusammengesetzt und die weitere Verfahrensweise beraten hat. „Wir wollen nun das Gutachten abwarten und dann die erforderlichen Arbeiten in Angriff nehmen. Fest steht aber jetzt schon, dass wir das auf keinen Fall ohne Fördermittel oder andere finanzielle Unterstützungen schaffen werden“, sagt Joachim Willamowski.