Oschersleben l Zu Beginn der Sommerferien hatte der Landkreis als Träger des Gymnasiums mitgeteilt, welche Bau- und Sanierungsarbeiten am Oschersleber Gymnasium, speziell im Lehrgebäude I, in den Sommerferien umgesetzt werden sollen. Zur Erneuerung von allgemeinen und haustechnischen Anlagen wurde unter anderem eine Lüftungsanlage in der Aula installiert. Der Umbau und die Erneuerung der Ausgabeküche, der Grundleitungen im Keller und des Chemieraumes sowie die Sanierung der Schulverwaltung einschließlich einer neuen Ausstattung waren weitere Vorhaben, deren Umsetzung mit Start in die Sommerferien begannen und erst im Oktober abgeschlossen werden sollen.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Alltag im Lehrgebäude I nicht nur von Schülern und Unterricht bestimmt wird, sondern auch von Handwerkern.

Warten auf die Einrichtung

Auf den Tapezierplatten in der Wandelhalle werden lange Bahnen geschnitten, eingekleistert und schließlich wird die Tapete an die Wände gebracht. So langsam ist ein Ende der Bauarbeiten abzusehen. Der Chemieraum beispielsweise ist komplett neu gemalert. „Doch die Lieferung der neuen Einrichtung ist erst im Oktober vorgesehen“, berichtet Schulleiter Dr. Bernd Malkowski. „Gut, dass wir einen weiteren Chemieraum im Lehrgebäude II haben.“

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Vor allem die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes sorgt dafür, dass das Lehrgebäude I noch immer wie eine große Baustelle wirkt. „Eine beauftragte Firma hatte unsere Schule hinsichtlich des Brandschutzes untersucht und dabei festgestellt, dass dieses Lehrgebäude in Sachen Brandschutz wohl eine ‚mittlere Katastrophe‘ darstellt“, erklärt der Schulleiter. Ein Brandschutzkonzept einschließlich der erforderlichen Baumaßnahmen wurde erarbeitet. Mit der Umsetzung wurde nun begonnen. Zur Umsetzung des Brandschutzkonzeptes gehört der Einbau von Rauchschutztüren, eines Brandschutzvorhanges in der Wandelhalle, sowie von Rauch- und Wärmeabzugsfenstern. Der Einbau eines zweiten Fluchtweges, eine sogenannte Feuerschutztreppe, ist eine Maßnahme aus dem Vorjahr, wurde allerdings erst jetzt umgesetzt. Das Stahlgerüst ist zwar außen am Gebäude angebaut, allerdings noch nicht mit diesem verbunden.

Brandschutztüren fehlen noch

Das Lehrgebäude I des Oschersleber Gymnasiums ist zu einem Teil 120 Jahre alt, andererseits gibt es den Bauhaus- Anbau aus den 1930er Jahren. „Um das Ambiente gerade des Bauhausstils im Treppenhaus nicht zu zerstören, wurde für die Wandelhalle entschieden, statt einer weiteren Mauer, einen Brandschutzvorhang einzubauen“, berichtet Bernd Malkowski weiter. Künftig können/müssen die Schüler in zwei Rauchschutzbereiche fliehen können. Dies hat zur Konsequenz, dass etliche Klassenräume zusätzliche Fluchttüren bekamen. Die Feuerschutztüren sind allerdings noch nicht geliefert, so dass die Türöffnungen erst einmal provisorisch verschlossen sind. Als Liefertermin wurden die Herbstferien genannt.

Wer künftig in welche Richtung wohin fliehen muss, sollte für die Schüler und Lehrer in jedem Fall gut ausgeschildert werden. Augenblicklich wirkt das Ganze sehr unübersichtlich und so lässt der Schulleiter die Feststellung „Wir hatten immer in zwei Minuten das ganze Gebäude geräumt“, unkommentiert im Raum stehen.

Investition von 700.000 Euro

Neben dem Schüleraufenthaltsraum im Keller befindet sich nun die neue Ausgabeküche, auch sie ist noch nicht in gänzlich fertig. Doch die neue Küche sorgt in jedem Fall dafür, dass nicht das gesamte Schulgebäude wie eine Pommesbude riecht. Saniert wurden im Haus ebenso die Toiletten.

Mit Abschluss der Baumaßnahmen am Lehrgebäude I des Oschersleber Gymnasiums wird der Landkreis Börde rund 700.000 Euro investiert haben.