Oschersleben l Kernpunkt der aktuellen Sanierungsarbeiten seien in den vergangenen Wochen und Monaten die neuen Pfahlgründungen gewesen. Dafür waren umfangreiche Bohrungen notwendig. Mehr als 80 Löcher, die teilweise bis in 20 Meter Tiefe getrieben wurden, waren notwendig, um neue Pfähle setzen zu können. Auf diesen Pfählen ruht später das neue Bauwerk.

Zuvor waren sämtliche Decken, zumeist aus Holz bestehend, aus dem historischen Gebäude herausgerissen worden. Somit steht heute nur noch die äußere Hülle der Kernburg. „Im Grunde genommen, entsteht ein Haus im Haus“, erklären Thomas Harborth und Dieter Klenke. Die aufwendigen Pfahlgründungen und das Einziehen der Stahlskelette samt neuer Decken mache sich allein aus der künftigen Nutzung des Gebäudes notwendig.

Archive von Kreis und Stadt

Vor allem der Landkreis und auch die Stadt Oschersleben werden hier umfangreiche Flächen für ihre Archive anmieten. Die Decken müssen deshalb mehrere Tonnen Gewicht pro Quadratmeter tragen können.

Thomas Harborth und Dieter Klenke warten in diesen Tagen mit Neuigkeiten für die Bebauung im Dachgeschoss der Kernburg auf. Was im Sommer 2014 noch eine Vision war, hat nun konkrete Formen angenommen.

Dachgeschoss soll 2017 fertig sein

Bei einem Rundgang durch die Burg stellten damals Männer und Frauen fest, welch toller Ausblick sich ihnen vom Dachgeschoss aus bietet: Brocken, Bode, das Große Bruch oder über die Stadt. Dabei kam die Idee zu Wohnungen auf.

Und genau die soll es ab 2017 geben. „Fünf Wohnungen werden im Dachgeschoss entstehen. Und diese sind auch schon nachgefragt worden. Die Pläne dafür wurden bereits geschaffen“, erklärt Thomas Harborth.

Je nach Blickrichtung sollen die Wohnungen dieses „Leuchtturmprojektes“, wie Harborth und Klenke den Ausbau des Dachgeschosses der Kernburg bezeichnen, beispielsweise die Namen Bode- oder Brockenblick bekommen.