Gröningen l Die Gröninger Hortkinder sind kaum zu halten. Wollen sie doch endlich den vielen Besuchern die Räume ihres neuen Domizil zeigen und mit ihnen den Einzug feiern. Wofür sie zudem gemeinsam mit ihren Erzieherinnen einiges vorbereitet haben.

Rotes Band versperrt den Weg

Doch noch versperrt da ein rotes Band den Eingang und lässt auch Hortleiterin Birgit Wiehmann niemanden durch. Denn zum einen will jenes Band erst ganz offiziell durchgeschnitten werden. Zum anderen hat die Gröninger Kindertagesstättenleiterin, zu der der Hort gehört, auch noch genauso offiziell das eine oder andere zu sagen.

Dank von 54 Mädchen und Jungen

Zum Beispiel, dass sie sich gemeinsam mit ihren drei Horterzieherinnen Gabi Kleinfeld, Doreen Schulz und Birgit Schelhas sowie vor allem gemeinsam mit den 54 Mädchen und Jungen bei all denen bedanken möchte, die dazu beigetragen haben, dass die Gröninger Hortkinder nun wieder eigene Räume haben. Also bei denen, die das alles geplant, die das Geld bereitgestellt, die für dieses Geld die Arbeiten ausgeführt und die am Ende den Umzug erledigt haben.

Viel Neues im sanierten Haus

„Am meisten freut uns nun das Strahlen in den Augen unserer Mädchen und Jungen über soviel Platz, über neues Spielmaterial, über die Caféteria, über den Trinkbrunnen und insgesamt über die hellen freundlichen Räume sowie vieles mehr“, sagt Birgit Wiehmann und bittet schließlich Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz, gemeinsam mit ihr das besagte rote Band durchzuschneiden und den Weg in den neuen Gröninger Hort freizugeben.

Bekannte Melodien und eigene Texte

Was auch problemlos gelingt und sich schon wenige Minuten später allesamt in Etage zwei in einem für dieses Eröffnungsfest leergeräumten Raum wiederfinden, um ein Programm der Hortkinder zu erleben. In dem sich nun die Mädchen und Jungen unter anderem mit sehr viel Freude und mit eigenen Liedtexten zu bekannten Melodien für ihr neues Hortgebäude bedanken. Um sich nach dem Programm mit ihren Besuchern eine Etage tiefer zusammenzusetzen und Kaffee, Kakao und Kuchen schmecken zu lassen.

Und sich dabei auch an die zurückliegenden drei Jahre zu erinnern. Denn 2016 musste der Hort sein angestammtes Gebäude auf dem Gelände von Rahn Education verlassen, weil dort der Platz für den neuen Börde Campus gebraucht worden ist. Blieb nur übrig, zunächst in das Grundschulgebäude zu ziehen. Also für die Hortbetreuung frühmorgens und am Nachmittag Räume zu nutzen, in denen die Grundschüler dazwischen unterrichtet werden.

Spielplatz soll demnächst folgen

Was weder der Stadt Gröningen als Schulgebäudebesitzer noch der Verbandsgemeinde Westliche Börde als Grundschul- und Hortbetreiber gefallen hat. Die deshalb gemeinsam mehr als 100 000 Euro zusammengelegt haben, um das Gebäude auf dem Gelände der früheren Sekundarschule in der Grabenstraße zu sanieren und hier einen neuen Hort einzurichten, der demnächst auch einen eigenen Spielplatz bekommen soll.

Und der quasi so etwas wie der Vorbote für ein weiteres Gröninger Bildungszentrum ist. Soll doch auf diesem Gelände in den nächsten Jahren auch die Grundschule ihren neuen Platz bekommen, weshalb für die Umgestaltung des Areals bereits viereinhalb Millionen Euro Fördermittel beantragt worden sind.