Peseckendorf l Das „Sanssouci der Börde“, wie das Peseckendorfer Schloss genannt wird, hat einen neuen Besitzer. Darüber hat die Volksstimme am 25. Mai 2018 berichtet. Nun, beinahe exakt ein Jahr später, gibt es Neuigkeiten. Der Besitzer hat seine Pläne, aus dem Schloss ein Sporthotel zu machen, revidiert und stattdessen neue Optionen vorgestellt. Das Aus für das Sporthotel sei auch deshalb gekommen, weil eine Wiese, die sich direkt auf der Rückseite des Schlosses anschließt, nicht mit erworben werden konnte. Ohne Wiese würde das Vorhaben keinen Sinn machen.

Im Auftrag des Eigentümers berichtet Stefanie Apelt als Projektleiterin, dass sie in Verhandlungen mit verschiedenen Partnern stünde, um eine neue Nutzung für das einstige Gutshaus zu finden. „Konzepte wurden entwickelt und verschiedenen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Vorhaben wie Betreutes Wohnen, ein Demenzzentrum oder Palliativpflege sind gedanklich schon weit voran geschritten. Die Interessenten sehen gerade mit der Nähe zum Park eine besondere Lage“, berichtet Stefanie Apelt. Wie auch die Tatsache, dass die Betreiber der genannten Projekte direkt aus der Region oder in Sachen Palliativpflege aus Niedersachsen kommen. „Wir warten jetzt auf Rückantworten auch hinsichtlich einer Bauvoranfrage für 45 bis 50 Wohnungen des Projektes ,Betreutes Wohnen‘“, so Stefanie Apelt.

Investor wartet auf Antworten

Langfristig gesehen, sollen rund um das Schloss etliche Arbeitsplätze entstehen. Die Stadt Oschersleben sei hinsichtlich der Konzepte informiert, bislang kam aus der Verwaltung keine Reaktion. Aber Stefanie Apelt braucht Antworten, weil die künftigen Nutzer oder Betreiber des Schlosses eine Einfriedung des Areals anstreben. Dazu müssten aber noch Grundstücksfragen geklärt werden. „Sonst verliere ich die Konzepte und die Interessenten springen ab“, ist sie überzeugt.

Ihre Vorstellungen gehen dahin, dass der Weg zum Schloss über die Kastanienallee weiterhin geschlossen bleibt, die Tür von der Straße Zum Schloss würde hingegen geöffnet, so dass Besucher über den einstigen Parkplatz in den Park gelangen könnten. Es würden Öffnungszeiten festgelegt. Durch einen Grundstückstausch solle eine Zuwegung über den Sportplatz geschaffen werden. „An den Kosten würden wir uns beteiligen“, so Apelt.