Gewitter zieht über den Landkreis hinweg / Stellenweise bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter / Überschwemmungen in einigen Orten

Schreck für Fahrer: Blitz schlägt in Auto ein

Von Ivar Lüthe

Eine Gewitterfront über dem Landkreis Börde, die gestern territorial auch Hagelschauer mit sich brachte, hat in einigen Orten für Überschwemmungen gesorgt. Westlich und nordwestlich der Landeshauptstadt kamen laut Wetterwarte Magdeburg im Landkreis bis zu 40 Liter Regen auf den Quadratmeter herunter. Auf der Autobahn 2 zwischen Bornstedt und Rothensee drückte das Wasser sogar einige Gummidichtungen aus den Fugen.

Landkreis Börde. Das Unwetter war kurz, aber heftig und hat in einigen Teilen des Landkreises für Überschwemmungen und Feuerwehreinsätze gesorgt. Die Leitstelle für Rettungsdienste in Haldensleben, die die Einsätze im Landkreis koordiniert, hatte alle Hände voll zu tun. "In Seehausen mussten zwei Keller ausgepumpt werden, in Niederndodeleben eine Turnhalle. In Morsleben ist ein Blitz in einen Baum eingeschlagen, der daraufhin brannte. Während des Regens kam es bei Seehausen außerdem zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person verletzt wurde", berichtete Andreas Irmer, Disponent der Leitstelle. Im Landkreis Börde waren am Vormittag insgesamt 13 Feuerwehrautos im Einsatz. Zudem meldeten sich etliche Einwohner in der Leitstelle, in deren Keller das Regenwasser drückte.

Mit einem gehörigen Schrecken kam gestern ein Autofahrer zwischen Bebertal und Rottmersleben davon: Ein Blitz war in sein Auto eingeschlagen. Der Mann blieb unverletzt, das Auto musste jedoch abgeschleppt werden, so die Polizei.

Innerhalb weniger Minuten hatte die Gewitterfront bis zu 40 Liter Wasser pro Quadratmeter mit sich gebracht. "Besonders betroffen waren die Gebiete westlich und nordwestlich von Magdeburg", sagte Mario Brych von der Wetterwarte in Magdeburg der Volksstimme. Unter anderem in Wolmirstedt kam zu den Regenmassen auch noch ein Hagelschauer hinzu.

Auch die Autobahnmeisterei Börde musste gestern nach dem Unwetter zu Einsätzen ausrücken. Durch den heftigen Starkregen und den Lkw-Verkehr waren Gummidichtungen auf der Autobahn 2 nach oben gedrückt worden. Betroffen war ein gut zehn Kilometer langes Teilstück zwischen den Anschlussstellen Bornstedt und Rothensee. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei entfernten die überstehenden Dichtungen. Dafür mussten zeitweise Fahrspuren gesperrt werden. Zudem wurde in dem Bereich das Tempo gedrosselt, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei gestern mitteilte. Bis zum Nachmittag konnten die Arbeiten beendet werden, so Jürgen Schulz, Leiter der Autobahnmeisterei Börde.