Wefensleben l Selina Tilch und Niklas Marschke waren als Vertreter der Schülerfirma „to-na-flor – alles aus einer Hand“ zur Preisverleihung in die Hauptstadt gereist. Mit dem bereits seit 2006 laufenden Werkstattprojekt hatte sich die „Miteinander“-Schule für den Förderpreis beworben. „Seit mehr als zehn Jahren ist die Schülerfirma, in der Gebrauchsgegenstände und Dekorationsartikel aus Naturmaterialien gefertigt und verkauft werden, ein fester Bestandteil des Unterrichts und Lernangebots für unsere Ober- und Werkstufenschüler“, erklärt Schulleiterin Beate Lehmann. „Das in Berlin zu präsentieren, war ein ganz besonderer Höhepunkt für uns alle, speziell natürlich für Selina und Niklas.“

Den beiden Schülern zur Seite standen Bernd Lipka vom Förderverein der Schule und Lehrerin Daniela Paulisch, die auch für die Bewerbung verantwortlich gezeichnet hatten. „Als Voraussetzung dafür galt ein herausragendes und langfristig angelegtes Projekt mit Bildung für nachhaltige Entwicklung und Kooperationen“, so Beate Lehmann. Das sei mit der Schülerfirma gegeben.

Gemischte Gefühle in Berlin

So stand dem abgesandten Quartett aus Wefensleben nicht nur eine aufregende Reise bevor, denn bei einem Vergabeschlüssel von 3 aus 25 nominierten Projekten spielte auch jede Menge Spannung mit. „Wir sind mit gemischten Gefühlen losgefahren“, sagt Bernd Lipka. „Erwartung, Neugier und Vorfreude waren nur schlecht unter einen Hut zu kriegen.“

In Berlin bot sich Gelegenheit, mit den „Konkurrenten“ in kameradschaftlichen Kontakt zu treten und sich über die anderen Konzeptionen zu informieren. „Schließlich gab es 25 verschiedene Projektgruppen aus ganz Deutschland, die jede für sich, etwas Besonderes im Gepäck hatte“, so Lipka.

Eine Erfahrung wert

Bei der Vorstellung der einzelnen Projekte kamen dann Selina und Niklas zum Zuge. „Mit jeder Menge Spaß und Elan stellten sie sich dieser großen Herausforderung, berichteten über die Arbeit in der Schülerfirma, verwiesen auf hergestellte Produkte und beantworteten ohne Scheu eine ganze Reihe von Fragen“, zeigt sich Daniela Paulisch voll des Lobes über ihre Schützlinge.

„Für einen der drei großen Förderpreise hat unsere Nominierung letztendlich nicht ganz gereicht“, bilanziert Bernd Lipka, „aber die Einladung an sich und die vielen Eindrücke und Erlebnisse des Tages haben uns für jegliche Aufregung entschädigt.“