Oschersleben l Die Abiturienten des Jahrgangs 2019 haben das Abitur in einem Jahr abgelegt, in dem die Stadt Oschersleben 1025 Jahre alt wird, die ehemalige DDR und die BRD vor 70 Jahren gegründet wurden. 30 Jahre ist 2019 her, dass in der DDR die friedliche Wende eingeläutet wurde. Die Gymnasiallehrer Peter Kothe, Bettina Jendrok, Volker Malkowski und Cornelia Schrader haben vor 40 Jahren das Abitur abgelegt.

Gewohnt philosophisch blickte Schulleiter Dr. Bernd Malkowski auf diesen Abiturjahrgang zurück. „Es stimmt etwas nicht mit unserer Welt und mit uns.“ Die „Friday for future-Generation“ müsse das ändern, müsse sich den Problemen stellen und dürfe dabei keine Angst haben.

Notendurchschnitt bei 2,38

„Ich geh meine eigenen Wege, ein Ende ist nicht abzusehen. Eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehn...“, mit den Worten von Heinz Rudolf Kunze blickte Oberstufenkoordinator Peter Kothe am Ende der Schulzeit auf den Weg, den die Abiturienten bislang beschrittten haben. Im Jahr 2011 wurden 103 Mädchen und Jungen in die fünften Klassen des Oschersleber Gymnasiums eingeschult.

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In die gymnasiale Oberstufe schafften es 95 Schüler. Am Ende der zwölf Schuljahre sind es 88 Abiturienten aus vier Klassen, die am Sonnabend die Zeugnisse aus den Händen ihrer Tutoren Cornelia Schrader, Ingolf Franke, Volker Malkowski (erkrankt) und Antigoné Hoffmann entgegen nehmen können und damit die allgemeine Hochschulereife erreicht haben.

Höchste Punktzahl: 845 von 900

Der Gesamtdurchschnitt beträgt 2,38 und liegt laut Peter Kothe unter dem Landesdurchschnitt. „Die Schule ist also besser als ihr Ruf. Die beiden Jahrgangsbesten Corinna Döhner und Emely Sopper erreichten ein glattes 1,o Abitur. Wobei ich noch nie eine so hohe Punktzahl errechnen durfte. Emely erreichte 845 und Corinna 836 von 900 möglichen Punkten“, berichtete Peter Kothe. Er beendete schließlich die Zeugnisausgabe mit den Worten: „Es war mir eine Ehre, euch kennen gelernt zu haben.“

Anke Hustedt ehrte im Namen des Fördervereins des Oschersleber Gymnasiums die Abiturientin des Jahres 2019. Drei Lufballons in Form einer Acht, einer Vier und einer Fünf ließen das Rätsel um die zu ehrende schnell lösen. Auf Emely Sopper fiel die Wahl. Bio-Lehrer Andreas Boldt hatte unter ihre Bioabitur-Klausur geschrieben: „Danke, dass ich das lesen durfte.“ Aber um Abiturient/Abiturientin eines Jahrgangs zu werden, bedarf es mehr. Emely ist eine hervorragende Klavierspielerin und weist viele soziale Kompetenzen auf. Klassenlehrer Volker Malkowski bezeichnete sie als höflich, tolerant, bescheiden und sie beweise viel Empathie für ihre Mitschüler.

Die Mitglieder des Schulchores unter der Leitung von Bettina Jendrok, die Orchesterklasse 6.3 mit dem Leiter Marcel Philipp, die Solisten Aike Lange (Violine), Andy Behrend (Klavier) und Paula Schmidt (Gesang) sowie der Förderverein des Gymnasiums Oschersleben, der Förderverein für Musik am Gymnasium „Musikus“, die Musikschule „Kurt Masur“ und die evangelische Kirchengemeinde trugen dazu bei, dass die Zeugnisausgabe 2019 erneut zu einem unvergesslichen Ereignis wurde.